Hippophae rhamnoides (Textquelle Wikipedia)
Sanddorn (Hippophae rhamnoides), auch Weidendorn, Dünendorn, Audorn, Fasanenbeere, Haffdorn, Seedorn, Rote Schlehe und Sandbeere genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Sanddorne (Hippophaë) innerhalb der Familie der Ölweidengewächse (Elaeagnaceae). Der botanische Gattungsname Hippophae enthält die beiden griechischen Wörter hippos (Pferd) und phaes (leuchtend). Das Artepitheton rhamnoides geht auf das Wort rhamnus zurück, was Dorn bedeutet und auf die Bewehrung des Sanddorns Bezug nimmt.
Merkmale
Habitus und Wurzeln
Der Sanddorn wächst als sommergrüner Strauch und erreicht Wuchshöhen von 1 bis 6 Metern. Er verfügt über ein tiefreichendes und weitstreichendes Wurzelsystem, das sich 1,5 bis 3 Meter in die Tiefe und in waagrechter, bzw. schräger Richtung bis zu 12 Meter nach allen Seiten erstreckt. Die am Wurzelhals entspringenden Bereicherungs- oder Langwurzeln kriechen dicht unter der Erdoberfläche. Sie bilden reichlich Wurzelbrut und sorgen auch auf flachgründigen Böden, wie sie beispielsweise an Küstengebieten mit weitausgedehnten Steilufern vorkommen, für eine feste VerankerungO. Heinisch: Die vordringlichsten Zuchtziele bei Sanddorn, TAG Theoretical and Applied Genetics, Volume 17, Numbers 13-15, Januar 1947, Springer Verlag, S. 430 Die Zweige des Sanddorns bilden verdornte Kurztriebe aus und erscheinen ähnlich wie die Knospen durch zahlreiche kleine anliegende Schuppen (Schülfern) bronzefarben bis silbergrau.
Blätter
Die wechselständig angeordneten Laubblätter sind weidenähnlich und kurz gestielt. Sie besitzen je nach Unterart eine Länge zwischen 40 und 80 Millimeter und eine Breite von etwa 3 bis 8 Millimeter. Die einfache Blattspreite ist linealisch-lanzettlich mit keilförmigen Spreitengrund und spitz bis stumpfer Blattspitze. Der glatte Blattrand rollt sich leicht nach oben. Die Blattoberseite ist anfangs mit sternförmigen Haaren besetzt, verkahlt in der Folge und zeigt dann eine graugrüne Färbung. Die Blattunterseite ist dicht mit Schildhaaren bedeckt und weist deswegen eine weiß-filzige Behaarung auf.
|Blüten eines männlichen Sanddorns |Blüten eines weiblichen Sanddorns
Blüten
Der Sanddorn ist zweihäusig (diözisch) und blüht vor dem Laubaustrieb. Die kleinen gelblichen, eingeschlechtigen Blüten werden in Mitteleuropa ungefähr im April oder Mai sichtbar. Sie bilden sich an der Basis vorjähriger Triebe. Die männlichen Blüten stehen an sehr kurzen Stielen in einem kugeligen Blütenstand. Kronblätter werden nicht ausgebildet. Die vier Staubblätter werden von einer tief zweiblättrigen Kelchröhre bogenförmig bedeckt, deren Zipfel länger als die Kelchröhre sind. Der Pollen wird in den Kelchblättern gespeichert und erst wenn er getrocknet ist über den Wind ausgebreitet. ...
Interessiert weitere Arten in der Gattung: Hippophae, Rhamnus, Sanddorn zu sehen?
Taxonomie
Pflanzenart: Hippophae rhamnoides, Sanddorn
Pflanzengattung: Hippophae, Rhamnus, Sanddorn
Pflanzenfamilie: Elaeagnaceae, Ölweidengewächse, Weidengewächse
Vorkommen: Alpen, Asien, Bayern, Berlin, China, Deutschland, Europa, Kaukasus, Mecklenburg-Vorpommern, Mitteleuropa, Nepal, Norwegen, Sachsen, Schleswig-Holstein, Schweiz, USA
Biotop: Garten, Heide (Landschaft), Park, Ufer
Farbe: orange
Heilende Wirkung: Hippophae rhamnoides, Kiefern, Sanddorn
Pflanzenfachbegriffe: lanzettlich, Neophyt
Sonderthemen: Pionierpflanze, Zierpflanze
Die Kommentarfunktion ist geschlossen