Slowenien Pflanzen Fundorte Gallerien Bilder

Schneerose Blüte weiß Helleborus niger

Schwarze Apfelbeere Strauch Frucht dunkelblau Aronia melanocarpa

Schwarze Apfelbeere Blüte weiß Aronia melanocarpa

Echte Schlüsselblume Blüte gelb Primula veris

Strauch-Pfingstrose Blüte gelb Paeonia suffruticosa

Christrose Blüte weiß Helleborus niger

Orientalische-Nieswurz Blüte weiß Helleborus orientalis

Schwarze Nieswurz Blüte weiß Helleborus niger

Frühlingschristrose weiße Blüte Helleborus orientalis

Echte Schlüsselblume Blüte hellgelb Primula veris

Beschreibung von Slowenien

{{Infobox Staat|NAME-AMTSSPRACHE = Republika Slovenija|NAME-DEUTSCH = Republik Slowenien|BILD-FLAGGE = Flag of Slovenia.svg|BILD-FLAGGE-RAHMEN = ja|ARTIKEL-FLAGGE = Flagge Sloweniens|BILD-WAPPEN = Coat of Arms of Slovenia.svg|BILD-WAPPEN-BREITE = 100px|ARTIKEL-WAPPEN = Wappen Sloweniens|WAHLSPRUCH =|AMTSSPRACHE = Slowenisch
regional: Italienisch, Ungarisch|HAUPTSTADT = Ljubljana|STAATSFORM = Parlamentarische Republik|REGIERUNGSSYSTEM = Parlamentarische Demokratie|STAATSOBERHAUPT = Staatspräsident
Borut Pahor|REGIERUNGSCHEF = Ministerpräsident
Miro Cerar|FLÄCHE = 20.273|EINWOHNER = 2.061.085 1. Jan. 2014 |BEV-DICHTE = 102|BIP = 2011 World Economic Outlook Database, April 2012 des Internationalen Währungsfonds

  • 49,588 Milliarden USD 75.
  • $62.515 Milliarden USD 85.
  • 24.533 USD 31.
  • $30,508 USD 32.

|BIP-ERWEITERT =

  • Total nominal
  • Total KKP
  • BIP/Einw. nominal
  • BIP/Einw. KKP

|HDI = 0,874 25. 2013 Human Development Report Office: Slovenia – Country Profile: Human Development Indicators, abgerufen am 26. Oktober 2014|WÄHRUNG = Euro EUR |UNABHÄNGIGKEIT = 25. Juni 1991
von Jugoslawien |NATIONALHYMNE = Zdravljica siebte Strophe |ZEITZONE = UTC+1 MEZ
UTC+2 MESZ März bis Oktober |KFZ-KENNZEICHEN = SLO|ISO 3166 = SI, SVN, 705|INTERNET-TLD = .si|TELEFON-VORWAHL = +386|BILD-LAGE = Slovenia in European Union.svg|BILD-LAGE-DateiMAP = Europa1|BILD1 =}}
Slowenien , offiziell Republik Slowenien slowenisch ist eine demokratische Republik in Mitteleuropa, die an Italien, Österreich, Ungarn, Kroatien und die Adria angrenzt. Das Land wurde am 1. Mai 2004 als eines von zehn Beitrittsländern ein Mitgliedstaat der Europäischen Union. Hauptstadt Sloweniens ist das zentral gelegene Ljubljana.

Geographie

}}

Flüsse
Die bedeutendsten Flüsse Sloweniens sind von West nach Ost die Soča italienischer Unterlauf: Isonzo, die Save slowenisch Sava, die Drau slowenisch Drava und die Mur slowenisch Mura. Soča und Save entspringen in den Julischen Alpen, Drau und Mur kommen aus Österreich. Außerdem bildet nach Südosten hin die in Kroatien entspringende Kolpa auf etwa 100 km die Grenze zu Kroatien. Alle genannten Flüsse sind im Wesentlichen nicht schiffbar, wurden aber zumindest streckenweise in der Vergangenheit von Flößern genutzt Bsp.: Drau bei Maribor .
Die Soča entwässert zur Adria. Save und Drau sind Nebenflüsse der Donau Mündungen in Serbien bzw. Kroatien. Die Mur ist ein Nebenfluss der Drau Mündung an der Grenze zwischen Ungarn und Kroatien. Die Kolpa ergießt sich im kroatischen Karlovac in die Save.

Regionen
Trotz seiner geringen Ausdehnung verfügt Slowenien über sehr verschiedenartige Landschaftsformen. Mehr als die Hälfte der Staatsfläche ist mit Wald bedeckt.http://www.waldwissen.net/lernen/weltforstwirtschaft/wsl_waelder_sloweniens/index_DE
mini|Der in den Julischen Alpen]
Im Nordwesten verlaufen die Hochgebirgszüge der Julischen Alpen, Karawanken und Steiner Alpen, die geologisch zu den südlichen Kalkalpen gehören. Im Nationalpark Triglav liegt mit dem namensgebenden Gipfel des Triglav 2864 Meter die höchste Erhebung des Landes, die auch symbolisch auf dem Landeswappen dargestellt ist.
Der Nordosten des Landes ist von Mittelgebirgen und Hügelland geprägt: Bachergebirge slowenisch Pohorje, bis 1500 Meter hohe Ausläufer der Zentralalpen, Matzelgebirge Haloze, bis 880 Meter und Windische Bühel 350 Meter, die nordöstlich der Mur in die Ebene und Hügel des Übermur-Gebietes slowenisch Prekmurje übergehen, während im Mündungsgebiet Drau-Mur die 50 mal 20 Kilometer große so genannte Murinsel Međimurje bereits großteils auf kroatischem Staatsgebiet liegt. Beide Flachlandschaften gehen jenseits der ungarischen Grenze in die Pannonische Tiefebene über. Die Landesmitte und den Süden Teil der Halbinsel Istrien nehmen ausgedehnte, typische Karst-Flächen ein.
Im äußersten Südwesten des Landes liegt die 46,6 Kilometer lange Adria-Küste Slowenische Riviera, die auch geographisch den tiefstgelegenen Punkt 0 m Meereshöhe des Landes markiert. Seit dem Zerfall Jugoslawiens wurde mit Kroatien über den genauen Grenzverlauf in der Bucht von Piran gestritten siehe Internationale Konflikte der Nachfolgestaaten Jugoslawiens. Im Zuge des EU-Beitrittes von Kroatien hat man sich mittlerweile darauf geeinigt, diesen Konflikt vor einer internationalen Schiedskommission beizulegen. Internationale Schiedskomission

Klima
Die Klimaregion Sloweniens bildet den Kernbereich des Illyrischen Übergangsklimas zwischen Alpen und Dinariden, Mittelmeer und Pannonien.Im Südwesten des Landes herrscht schon deutlich mediterranes Klima mit warmen Sommern und milden, feuchten Wintern Weinbauregion, der Winter und das Frühjahr bringen aber an der Küste häufig kalte Fallwinde, die gefürchtete Bora, mit Schnee in Höhenlagen. Im Landesinneren ist das Klima kontinentaler geprägt, der Nordwesten von typischem Südalpenklima Südföhn, Winterregen, mit vergleichsweise wenig Schnee. Der Osten ist schon deutlich pannonisch, mit heißen Sommern und kalten Wintern.

Natur und Naturschutz
Slowenien ist einer der EU-Staaten mit der größten Biodiversität: Jede fünfzigste weltweit bekannte Festlandtier- und -pflanzenart kommt in Slowenien vor.DEŠNIK, S. 2008 : Management der Naturparke in Slowenien, Vortragsunterlagen, 8 pp. Das Land unternimmt nach eigener Darstellung große Anstrengungen zur Erhaltung dieser Fauna-, Flora- und Habitatvielfalt. Das Umweltministerium stellt heraus, dass eine intakte Natur einen Wert für den Tourismus darstelle, weshalb das touristische Angebot auf Menschen ausgerichtet sei, die Ruhe suchen, die die Landschaft genießen möchten und Interesse an der Tier- und Pflanzenwelt haben.Slowenisches Ministerium für Umwelt und Raumordnung 2010 : Naturparks in Slowenien, 40 pp.
Slowenien verfügt über einen Nationalpark, der mit seiner Fläche von 83.982 Hektar 4,1 % der Landesfläche umfasst. Er ist gleichzeitig auch Natura 2000-Vogelschutz- und FFH-Gebiet, als UNESCO-Biosphärenreservat anerkannt seit 2003 und hat seit 2004 das Europadiplom des Europarates. Des Weiteren gibt es 3 Regionalparks, 52 Naturschutzgebiete, 44 geschützte Landschaftsparks, 1217 Naturdenkmäler, 26 Natura 2000-Vogelschutzgebiete und 260 Natura 2000-FFH-Gebiete.SKOBERNE, P. 2011 : Waldumweltmanagement in Slowenien – Erfolgreiche Umsetzung, Slowenisches Ministerium für Umwelt und Raumplanung, Vortragsunterlagen, 14 pp.Europäische Kommission, Generaldirektion Umwelt 2014 : Natura 2000-Newsletter Nr. 35, Januar 2014, 16 pp.
Durch die Ausweisung der Natura 2000-Gebiete hat Slowenien 35,52 Prozent der Staatsfläche unter Schutz gestellt. Zum Vergleich: In der gesamten Europäischen Union wurden durchschnittlich 18,16 Prozent als Natura 2000-Gebiete ausgewiesen, in Deutschland sind es 15,47 % der Staatsfläche und in Österreich 14,96 Prozent Stand: Dezember 2013. In den slowenischen Natura 2000-Gebieten werden 312 Tier- und Pflanzenarten davon 109 Vogelarten und 60 Lebensraumtypen geschützt.
Slowenien hat einen erheblichen Anteil am Grünen Band Europas und liegt im Blauen Herzen Europas. Bureau of Ecological Studies 2007 : Karte 7 zum Grünen Band Europas [1] SCHWARZ, U. 2012 : Balkan Rivers – The Blue Heart of Europe, Hydromorphological Status and Dam Projects, Report, 151 pp. 6,4 MB
In den 1990er Jahren gab es in Slowenien mehr als 50 überregional im Umwelt- und Naturschutzbereich tätige Nichtregierungsorganisationen.KRAUS, Heft H. ed., 1998 : Die Umweltpolitik in Slowenien, Europäisches Parlament, Generaldirektion Wissenschaft, Themenpapier Nr. 6, 19 pp.

Bevölkerung
Slowenien hatte am 1. Januar 2014 2.061.085 Einwohner. SI-STAT
Einwohnerzahlen der wichtigsten Städte Stand 1. Januar 2014 :mini|Ljubljanamini|Celje Nova Gorica und Solkan

  • Ljubljana deutsch: Laibach : 285.857
  • Maribor Marburg an der Drau : 112.088
  • Kranj Krainburg : 55.623
  • Koper it. Capodistria : 51.191
  • Celje Cilli : 48.868
  • Nova Gorica Neu-Görz : 31.773
  • Novo mesto Neustadtl : 36.333
  • Velenje Wöllan : 32.973
  • Krško Gurkfeld : 25.893
  • Ptuj Pettau : 23.229
  • Murska Sobota Olsnitz : 19.016
  • Slovenj Gradec Windischgrätz : 16.839
  • Postojna Adelsberg : 15.873

Ethnien
Die Einwohner Sloweniens waren nach der Volkszählung 2002 zu 83,06 % Slowenen; weiterhin lebten damals in Slowenien 1,98 % Serben, 1,81 % Kroaten, 1,1 % Bosniaken. Als Minderheiten sind zwei kleine autochthone Populationen von Italienern in Istrien 0,11 % sowie Magyaren in der östlichen Region Prekmurje 0,32 % anerkannt. Außerdem lebt noch eine, mittlerweile sehr kleine, deutschsprachige Restgruppe in der Gottschee, die offiziell aber nicht als Minderheit anerkannt ist. Bei der Volkszählung von 2002 deklarierten sich 499 Personen 0,03 % als „Deutsche“ sowie 181 0,01 % als „Österreicher“; Deutsch als Muttersprache gaben jedoch 1628 Personen 0,1 % an. Bei 8,90 % der Bevölkerung war keine ethnische Zuordnung möglich, da diese nicht bekannt war oder keine Angaben gemacht wurden.Statistikbüro der Republik Slowenien: Volkszählung 2002, pdf

Sprachen
AmtsspracheEuromosaik-Studie – Regional- und Minderheitensprachen. Studie der Generaldirektion Bildung und Kultur der Europäischen Union, im Rahmen des Erasmus-Programms, Webeintrag Slowenien, Länderbericht Slowenien pdf ist Slowenisch Slovenščina nach Artikel 11 der Verfassung der Republik Slowenien Ustava Republike Slovenije von 1991; daneben sind „ethnisch gemischte Gebiete“ „autochthoner“ Minderheiten definiert, in denen Italienisch und Ungarisch Art. 64 besonderen Schutz genießen. Romani ist keine geschützte Minderheitensprache: Artikel 65 der Verfassung fordert für die Volksgruppe der Roma zwar einen spezifischen Schutz, dessen gesetzliche Umsetzung steht aber aus. Derzeit stellen 19 Gemeinden Sloweniens einen Roma-Beauftragten an den Gemeinderat. Die Sprachen der anderen Minderheiten – darunter das früher wichtige Deutsche oder das in Weißkrain auch traditionelle Kroatische und Serbische – genießen keinen Schutz.Europäische Charta der Regional- oder Minderheitensprachen. Europarat-Empfehlungen zur deutschen und kroatischen Sprache in Slowenien. http://www.agdm.fuen.org/doc/COE/SI.doc Das einst in der Region Gottschee Kočevje verbreitete Gottscheerische, eine bairische Mundart, ist vom Aussterben bedroht.[http://www.norway.si/ARKIV/heritage/granish/ Granish – a Minority Language Spoken in Slovenia] gebrochener Link, nicht archiviert Deutsch, Italienisch und Ungarisch sind neben Englisch schon früh unterrichtete Fremdsprachen, sodass zahlreiche Slowenen die Sprache ihres nächsten Nachbarlandes fließend beherrschen. Durch den EU-Beitritt des Landes wurde Slowenisch auch Amtssprache der EU.

Religion
left|upright=0.8|Die bedeutendste Kirche in Slowenien ist die Marije Pomagaj |Wallfahrtskirche Marije Pomagaj in Brezje]
Laut Zensus von 2002 bekennen sich 57,8 % der Slowenen zur römisch-katholischen Kirche, 2,5 % sind Muslime, 2,3 % orthodox, 0,9 % Protestanten meist Angehörige der evangelischen Kirche Augsburgischen Bekenntnisses in Slowenien. Als „Gläubige, ohne Zugehörigkeit zu einer Konfession“ bezeichnen sich 3,5 % der Slowenen. Als Atheisten sehen sich 10,1 %. Bei 22,8 % der Slowenen kann keine Aussage über ihre Religionszugehörigkeit getroffen werden, da entweder die Frage im Zensus nicht beantwortet wurde oder andere Gründe eine Zuordnung unmöglich machen. Es wird angenommen, dass viele Angehörige der orthodoxen Kirche seit den Balkankriegen verstärkt Konfessionslosigkeit bei den Volkszählungen angeben.

Geschichte
Herzogeinsetzung in [2]]

Mittelalter bis Anfang 20. Jahrhundert
Man nimmt an, dass sich die slawischen Vorfahren der Slowenen im 6. Jahrhundert ins Gebiet des heutigen Slowenien begaben und dort niederließen. Im 7. Jahrhundert entstand das slawische Fürstentum Karantanien.
Im Verlauf der nächsten zwei Jahrhunderte kam Karantanien zunächst unter bairische, dann unter fränkische Vorherrschaft. In der Mitte des 10. Jahrhunderts war durch den Sieg des Königs und späteren Kaisers Otto I. in der Schlacht auf dem Lechfeld bei Augsburg der Weg frei für die Ostkolonisation des Heiligen Römischen Reiches. Die zuvor das Gebiet um das heutige Slowenien, Österreich, Süddeutschland und Italien unsicher machenden Ungarn ließen sich daraufhin in der Pannonischen Tiefebene nieder. Dadurch wurden die Siedlungsgebiete der Alpenslawen in Tschechen, Slowaken und Slowenen getrennt Westslawen und Südslawen. Karantanien wurde in das Herzogtum Baiern und damit in das Ostfränkische Reich eingegliedert, und ab 976 zum Herzogtum Kärnten des Heiligen Römischen Reiches.
Die Markgrafschaft Krain kam über die steirischen Herzöge, Babenberger Friedrich II. und Ottokar von Böhmen zu den österreichischen Habsburgern. Im Zuge des Aufstiegs der Habsburger Mitte des 13. Jahrhunderts wurden große Gebiete des heutigen Sloweniens habsburgisch. Eine Ausnahme bildete die Grafschaft der Sanegg in Cilli, die sich durch geschickte Heiratspolitik bis zum Aussterben der Dynastie 1456 gegen die habsburgische Hegemonie behaupten konnte. Danach stand das spätere slowenische Territorium bis zum Ende des Ersten Weltkriegs – mit einer kurzen Unterbrechung während der Napoleonischen Kriege – unter habsburgischer Herrschaft.

Nach dem Ersten Weltkrieg
left|Ausrufung des Staates der Slowenen, Kroaten und Serben 1918 in Ljubljana
Das schon im 19. Jahrhundert zunehmend aufflammende Nationalbewusstsein und die Auflösung Österreich-Ungarns gegen Ende des Ersten Weltkrieges führte am 6. Oktober 1918 zunächst zur Bildung eines Nationalrats der Slowenen, Kroaten und Serben. Als italienische Truppen in die slowenische Küstenregion vordrangen und im Norden um Kärnten kämpften Kärntner Abwehrkampf, bat der Nationalrat das Königreich Serbien um militärische Hilfe. Aus dieser Kooperation entstand am 1. Dezember 1918 das Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen abgekürzt auch SHS-Staat. Der Vertrag von Saint-Germain 1919 sprach dem SHS-Staat die Untersteiermark mit der Hauptstadt Marburg slowenisch: Maribor zu sowie mehrheitlich slowenischsprachige Teile des Kärntner Unterlandes und zwar das Gebiet um Unterdrauburg seither slowenisch: Dravograd, das Mießtal und Seeland Jezersko . Bei einem für den SHS-Staat positiven Ausgang einer Volksabstimmung in einem bereits militärisch besetzten gemischtsprachigen Gebiet Kärntens Zone A hätte auch in einem „Zone B“ genannten Gebiet, das sogar die Kärntner Landeshauptstadt Klagenfurt einschloss, über den Verbleib bei Österreich abgestimmt werden sollen. Durch den Vertrag von Trianon 1920 mit Ungarn ging das Übermurgebiet im Norden slowenisch: Prekmurje an das Königreich SHS. Im Grenzvertrag von Rapallo November 1920 erhielt andererseits Italien die besetzte slowenische Küstenregion.
1929 – neun Monate nach einem Staatsstreich König Alexanders Karađorđević – wurde das Land in Königreich Jugoslawien umbenannt. Dadurch verstärkte sich die schon vorher zunehmende Dominanz der Serben im Königreich; zudem litten die Slowenen unter dem Verlust ihrer Küstenregion. Zunehmend innenpolitisch zerrüttet, bewahrte das Königreich die Neutralität.

Zweiter Weltkrieg
Hitler 1941 in Maribor]
Am 25. März 1941 wurde der bis dahin die Regierungsgeschäfte führende Prinz Paul seit 1934 war der minderjährige Peter II. Staatsoberhaupt, Prinz Paul war sein Onkel von den Achsenmächten zum Mitpaktieren gezwungen. Die Militärführung putschte aber bereits zwei Tage später und setzte Kronprinz Peter II. als Machthaber ein. Die Achsenmächte betrachteten diese Vorgänge an ihrer südöstlichen Flanke als Gefahrenquelle und besetzten im April 1941 das gesamte Jugoslawien. Slowenien wurde danach unter Italien, Ungarn und Deutschland aufgeteilt. Bereits wenige Tage nach der Besetzung Sloweniens wurde als kommunistisch geführte Widerstandsorganisation die Befreiungsfront Osvobodilna Fronta gegründet. Zahlreiche Partisanenverbände formierten sich unter den königstreuen und nach Beginn des Deutschen Krieges gegen die Sowjetunion auch unter den kommunistischen Oppositionellen unter der Führung Titos .
Zu Beginn des Zweiten Weltkrieges wurden etwa 80.000 Slowenen aus den von Deutschland besetzten Gebieten hauptsächlich nach Deutschland, aber auch nach Rumänien und Bulgarien deportiert, um dort Zwangsarbeit zu verrichten.Erich Huppertz: Die Rechnung der Opfer, in: taz, die Tageszeitung. 18. September 2008. Daneben wurden während des Krieges Kinder slowenischer Partisanen vor allem nach Franken verschickt, die als Vergeltungsmaßnahme unter Zwang von ihren Familien getrennt wurden.Brez staršev, večino so Nemci pobili, in brez doma „ohne Eltern, die meisten wurden von den Deutschen getötet, und ohne Zuhause“, Zeitung Dolenjski list, Novo mesto, Slowenien, 24. Januar 2008.
Am Ende des Zweiten Weltkriegs floh nahezu die gesamte deutschsprachige Minderheit oder wurde vertrieben, interniert oder ermordet. Slowenische und kroatische Verbände, die auf Seiten der Achsenmächte gestanden haben und die noch nach dem 8./9. Mai 1945 die Kampfhandlungen gegen die jugoslawische Volksbefreiungsarmee fortsetzten, flohen nach Kärnten und begaben sich in den Schutz der englischen Besatzungstruppen. Diese lieferten allerdings die slowenischen und kroatischen Kriegsgefangenen und Zivilisten an die Tito-Partisanen aus, die sie auf Todesmärschen und in dem Massaker von Bleiburg in Kärnten, im Gebiet um Marburg und in den Schluchten des Hornwaldes ermordeten.

Kommunistische Regierung
left|upright=0.4|Wappen der Republik Slowenien|Sozialistischen Republik Sloweniens]
Nach dem Krieg wurde am 29. November 1945 die Demokratische Föderative Volksrepublik Jugoslawien gegründet, ab 1963 nannte sie sich Sozialistische Föderative Republik Jugoslawien SFRJ. Slowenien war als Sozialistische Republik Slowenien eine Teilrepublik der SFRJ. Das seit 1947 theoretisch unter UNO-Verwaltung stehende Freie Territorium Triest mit einem Großteil von Istrien wurde 1954 im Londoner Memorandum provisorisch zwischen Italien und Jugoslawien aufgeteilt, doch erst am 10. November 1975 wurde diese provisorische Aufteilung im Vertrag von Osimo besiegelt. Im Zuge dieser Aufteilung gelangte Slowenien in den Besitz von Koper Capodistria und Portorož Portorose mit knapp 50 Kilometer Adriaküste, doch ist die Grenzziehung zwischen den ehemaligen jugoslawischen Teilrepubliken Kroatien und Slowenien in diesem Gebiet noch immer nicht völlig präzise geregelt.

Unabhängigkeit
left|Slowenische Einheiten bekämpfen jugoslawische Panzer 1991 am Grenzübergang bei Rožna Dolina Slowenische und EU-Flagge in der |Nationalversammlung]
Die wachsende Unzufriedenheit mit der Belgrader Führung während der 1980er-Jahre mündete in die Unabhängigkeitserklärung Sloweniens am 25. Juni 1991. Der darauffolgende Einmarsch jugoslawischer Truppen konnte im sogenannten 10-Tage-Krieg durch die Territorialverteidigung erfolgreich abgewehrt werden, was die Verabschiedung einer demokratischen Verfassung nach europäischem Vorbild am 23. Dezember 1991 ermöglichte. Schon binnen Monatsfrist wurde der neue Staat von allen damals zwölf Mitgliedern der EG anerkannt. Die ethnisch relativ homogene Bevölkerung und die durch die nur kurzen und wenigen Kriegshandlungen geringen Zerstörungen ermöglichten eine schnelle Stabilisierung und demokratische Entwicklung des Staates. Dies wurde mit dem Beginn der Beitrittsverhandlungen zur EU im November 1998 honoriert.Am 1. Mai 2004 trat Slowenien – zusammen mit neun anderen Ländern – der Europäischen Union bei „Osterweiterung“. An diesem Tag trat das Land auch dem Schengener Abkommen bei, dies führte am 21. Dezember 2007 zum Wegfall der Grenzkontrollen an den Grenzen zu Österreich, Ungarn und Italien.

Politik
Präsidentenpalast in Ljubljana
Staatsoberhaupt der Republik Slowenien ist der Präsident, der eine vorwiegend repräsentative Funktion ausübt und alle fünf Jahre direkt von der Bevölkerung gewählt wird. Als Teil der exekutiven Gewalt wird er vom Ministerpräsidenten und dem Ministerrat unterstützt, die beide von der Nationalversammlung gewählt werden.
Das slowenische Parlament besteht aus zwei Kammern: Der Nationalversammlung Državni zbor und dem Nationalrat Državni svet. Die Nationalversammlung setzt sich aus 90 Abgeordneten zusammen, die jeweils zum Teil durch direkte Wahl beziehungsweise durch Proportionalwahlrecht bestimmt werden. Die autonomen Minderheiten der Italiener und Ungarn haben ein garantiertes Volksgruppenmandat. In Fragen, welche ausschließlich die jeweiligen Rechte der Minderheit betreffen, besitzen diese Volksgruppenabgeordneten ein absolutes Vetorecht. In den Nationalrat werden 40 Abgeordnete aus sozialen, wirtschaftlichen und regionalen Interessengruppen entsandt. Die Parlamentswahlen finden alle vier Jahre statt.
Im Zuge der NATO-Osterweiterung wurde Slowenien am 29. März 2004 Mitglied der NATO. Seit 1. Mai 2004 ist es Mitglied der Europäischen Union.
Noch immer ist der genaue Grenzverlauf zwischen Slowenien und Kroatien nicht geklärt. Am 6. Juni 2010 wurde in einem Volksentscheid beschlossen, diese Streitigkeiten mit Hilfe einer internationalen Kommission unter Führung der EU beizulegen.

Militär
mini|Slowenische Garde
Die Slowenischen Streitkräfte verfügen über Land-, Luft- und See, die aber nicht als selbständige Teilstreitkräfte organisiert sind.
Der Wehretat lag im Jahr 2006 bei 631 Millionen US-Dollar, was einem Anteil von 1,7 % des damaligen Bruttoinlandprodukts entspricht. Seite 13 ff.

Gliederung

Verwaltungsgliederung
Slowenien ist in 212 Gemeinden slowenisch občine, Singular občina, darunter elf Stadtgemeinden, gegliedert. Zwischen der Gemeindeebene und dem Gesamtstaat ist keine weitere administrative Ebene zwischengeschaltet. Am 22. Juni 2008 stimmten bei einer Volksabstimmung 57 % der Wähler für einen Vorschlag der Regierung, das Land in 13 Provinzen aufzuteilen. Die Wahlbeteiligung lag jedoch nur bei 11 %. www.baz.ch, Meldung über die Abstimmung Da die für August geplante Sondersitzung des Parlaments abgesagt wurde, wurde über diese Frage nicht mehr in dieser Legislaturperiode abgestimmt.mini|250px|Ptuj
{||width=“300px“ | Die elf Stadtgemeinden sind:

  • Celje
  • Koper
  • Kranj
  • Ljubljana
  • Maribor
  • Murska Sobota
  • Nova Gorica
  • Novo mesto
  • Ptuj
  • Slovenj Gradec
  • Velenje

|width=“350px“ align=“center“ | |}

NUTS-2-Regionen
Nach der EU-weiten …

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