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Teichfrosch grün Rana esculenta

Rote Samtmilbe Trombidium holosericeum

Beschreibung von Tier

250px| Verschiedene vielzellige Tiere
Als Tiere werden Lebewesen mit Zellkern Eukaryoten angesehen, die ihre Stoffwechselenergie nicht wie Pflanzen aus Sonnenlicht beziehen, Sauerstoff zur Atmung benötigen, aber keine Pilze sind. Zur Energie- und Stoffgewinnung ernähren sich Tiere von anderen Lebewesen Heterotrophie. Die meisten Tiere können sich aktiv bewegen und besitzen Sinnesorgane. Die Wissenschaft von den Tieren ist die Zoologie, die Tierwelt wird mit Fauna umschrieben, die Welt der Pflanzen mit Flora.
Schätzungsweise entfallen von der Gesamtmasse aller Lebewesen auf der Erde 1,8·1015 kg etwa 2 ‰ 3,5·1012 kg auf die Tiere.W. Brefeld: Das Leben auf der Erde und seine Masse. 2009–2012, zuletzt abgerufen 23. Apr. 2012
„Tiere“ sind in der biologischen Systematik keine phylogenetische Einheit. Meistens wird in der Taxonomie mit dem „Reich der Tiere“ die Gruppe der vielzelligen Tiere Metazoa bezeichnet. Trotz der großen äußeren Unterschiede zwischen Wirbeltieren, Insekten, Seesternen, Quallen und all den anderen vielzelligen Tieren bilden diese nach heutigem Kenntnisstand tatsächlich eine einheitliche systematische Gruppe mit einem gemeinsamen Vorfahren. Der Begriff Metazoa wurde ursprünglich als Gegensatz zu den Protozoa, den einzelligen Tieren geprägt. Letztere sind aber, wie heute bekannt ist, keine stammesgeschichtlich einheitliche Gruppe. Beispielsweise sind die Wimperntierchen nach heutigem Kenntnisstand näher mit den Pflanzen verwandt beide Gruppen gehören zu den Diaphoretickes, als mit den mehrzelligen Tieren.

Begriffsgeschichte und Taxonomie
Der Begriff Tier animal wurde bereits im Altertum geprägt und ist ebenso Grundlage der von Carl von Linné begründeten Taxonomie wie auch der biologischen Systematik. Bis zum 19. und dem Anfang des 20. Jahrhunderts wurde nur zwischen Tieren Animalia und Pflanzen Plantae unterschieden, in einführenden Lehrwerken hatte diese Zweiteilung noch lange Bestand.

Systematik der Tiere

Verwandtschaft
Nach Analyse ihrer DNA-Sequenzen bilden die Tiere, die Pilze und einige im Wesentlichen einzellige Verwandtschaftsgruppen eine Abstammungsgemeinschaft innerhalb der Eukaryoten, die als Opisthokonta bezeichnet wird. Merkmale der Opisthokonta sind u.a.: Zelle mit nur einer Geißel wenn nicht sekundär rückgebildet, diese immer ohne Mastigonema und mit zwei Centriolen. Einzellige Arten oder Stadien besitzen Mitochondrien mit flachen Cristae.Adl, S. M., Simpson, A. G. B., Lane, C. E., Lukeš, J., Bass, D., Bowser, S. S., Brown, M. W., Burki, F., Dunthorn, M., Hampl, V., Heiss, A., Hoppenrath, M., Lara, E., le Gall, L., Lynn, D. H., McManus, H., Mitchell, E. A. D., Mozley-Stanridge, S. E., Parfrey, L. W., Pawlowski, J., Rueckert, S., Shadwick, L., Schoch, C. L., Smirnov, A. and Spiegel, F. W. 2012, The Revised Classification of Eukaryotes. Journal of Eukaryotic Microbiology, 59: 429–514. Die Opisthokonta umfassen danach zwei Schwestergruppen. Eine davon, die NucletmyceaMatthew W. Brown, Frederick W. Spiegel Jeffrey D. Silberman 2009 : Phylogeny of the “Forgotten” Cellular Slime Mold, Fonticula alba, Reveals a Key Evolutionary Branch within Opisthokonta. Molecular Biology and Evolution Volume 26 Issue 12: 2699-2709., umfasst die Pilze und einige meist einzellige verwandte Gruppen. Die andere, die Holozoa genannt wirdB.F. Lang, C. O’Kelly, T. Nerad, M.W. Gray, G. Burger 2002 : The Closest Unicellular Relatives of Animals. Current Biology Vol. 12: 1773–1778. PMID 12401173, umfasst die Tiere und einige verwandte Gruppen. Diese Gruppen sind:

  • Ichthyosporea; pilzähnliche Parasiten oder Symbionten, zuerst vor allem in Fischarten, inzwischen auch in zahlreichen anderen Tiergruppen nachgewiesenSally L. Glockling, Wyth L. Marshall, Frank Heft Gleason 2013 : Phylogenetic interpretations and ecological potentials of the Mesomycetozoea Ichthyosporea. Fungal Ecology
  • FilastereaKamran Shalchian-Tabrizi, Marianne A. Minge, Mari Espelund, Russell Orr, Torgeir Ruden, Kjetill S. Jakobsen, Thomas Cavalier-Smith 2008 : Multigene Phylogeny of Choanozoa and the Origin of Animals. PloS ONE 3 5 : e2098 open access ; einzellige Protozoen ohne Zellwand und mit sehr langen, unverzweigten Pseudopodien, die entweder frei im Meerwasser leben Ministeria vibrans oder Endosymbionten von Tieren sind Capsasporidae .
  • Aphelidea: einzellige Parasiten von Algen mit komplexem Lebenszyklus: amöboide Zellen dringen in die Spore der Wirtsalge ein und setzen sich auf der Zelloberfläche fest, diese setzen durch Zellteilung amöboide oder begeißelte Ausbreitungszellen frei.
  • Corallochytrium limacisporumThomas Cavalier-Smith & M.T.E. Paula Allsopp 1996 : Corallochytrium, an enigmatic non-flagellate protozoan related to choanoflagellates. European Journal of Protistology Volume 32, Issue 3: 306–310., ein im Meer lebender mariner, frei lebender Einzeller ohne bisher bekannte Verwandte, der erst 1987 in tropischen Korallenriffen entdeckt worden ist.
  • Kragengeißeltierchen Choanomonada oder Choanoflagellata

Die einzelligen Formen sind in den meisten dieser Gruppen durch lange, unverzweigte Zellfortsätze Pseudopodien mit starrem Innenskelett aus Aktinfilamenten gekennzeichnet, während die meisten anderen „Protisten“ z. B. die Amoebozoa breite, verzweigte Pseudopodien ausbilden. Die Filamente könnten den Zellfortsätzen Mikrovilli des „Kragens“ der Kragelgeißeltierchen entsprechen. Die mit den vielzelligen Tieren am engsten verwandte Gruppe sind die Kragengeißeltierchen Choanoflagellata, die mit den Choanozyten der Schwämme Porifera, einem Zelltyp innerhalb der Strudelkammern, viele Gemeinsamkeiten aufweisen.
Die möglichen Verwandtschaftsverhältnisse der bisher näher untersuchten Gruppen, und damit die nähere Verwandtschaft der Tiere, könnten demnach so aussehenz. B. Guifre Torruella, Romain Derelle, Jordi Paps, B. Franz Lang, Andrew J. Roger, Kamran Shalchian-Tabrizi, Inaki Ruiz-Trillo 2012 : Phylogenetic Relationships within the Opisthokonta Based on Phylogenomic Analyses of Conserved Single-Copy Protein Domains. Molecular Biology and Evolution 29 2 : 531–544. :

  • Opisthokonta
    • Nucletmycea
    • Holozoa
      • Ichthyosporea
      • „Filozoa“
        • Filasterea
        • unbenannt
          • Choanomonada
          • vielzellige Tiere Metazoa

Wie die übrigen erwähnten Gruppen hier einzuordnen wären, ist zurzeit unklar, weil entsprechend umfassende Untersuchungen noch nicht vorliegen. Vermutlich ist aber Corallochytrium limacisporum basal zu den anderen Gruppen einzuordnen

Vielzellige Tiere
Die derzeit in der Wikipedia verwendete Systematik der Tiere ist einsehbar in dem Artikel Systematik der Vielzelligen Tiere. An dieser Stelle sollen bloß die aktuelleren Entwicklungen der Systematik kurz dargestellt werden. Die Systematik der Tiere wird zurzeit intensiv erforscht. Die folgende Darstellung ist deshalb sicherlich nicht die endgültige Fassung. Sie basiert auf einer Reihe aktueller phylogenomischer Arbeiten, wobei den jüngeren/umfangreicheren Publikationen jeweils mehr Gewicht eingeräumt wurde.

  • Animalia
    • Choanoflagellata
    • Metazoa
      • Porifera
      • „Eumetazoa+Placozoa“
        • Placozoa
        • Eumetazoa
          • Coelenterata
          • Bilateria
            • Acoelomorpha
            • Eubilateria
              • Protostomia
              • Deuterostomia

In der dargestellten aktuellen …

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