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Topinambur Blüte gelb Blatt grün Helianthus tuberosus

Topinambur Blüte gelb Helianthus tuberosus

Beschreibung von Neobiota

Als Neobiota Sing. Neobiont; von griechisch néos „neu“ und bíos „Leben“ bezeichnet man Arten und untergeordnete Taxa, die sich ohne oder mit menschlicher Einflussnahme in einem Gebiet etabliert haben, in dem sie zuvor nicht heimisch waren.
Neobiotische Pflanzen nennt man Neophyten Sing. Neophyt,
neobiotische Tiere Neozoen Sing. Neozoon
und neobiotische Pilze Neomyceten Sing. Neomycet.
Diese drei Bezeichnungen sind vor allem im deutschsprachigen Raum gebräuchlich. Im Englischen werden vorwiegend zusammenfassende Bezeichnungen wie invasive species invasive Art oder alien species fremde Art verwendet, ohne Unterscheidung zwischen Pflanzen, Tieren und Pilzen.
Das zugehörige Teilgebiet der Biologie ist die Invasionsbiologie.
Den Vorgang der Einschleppung, Etablierung und Ausbreitung im neuen Gebiet bezeichnet man als biologische Invasion. Zu den wichtigsten Transportmitteln Vektoren für Neobiota gehört z. B. der weltweite Güterverkehr, der die unbeabsichtigte Verschleppung von Neobiota ermöglicht.
Neobiota zeichnen sich meist durch typische Eigenschaften wie Anpassungsfähigkeit, hohe Fortpflanzungsrate und oft auch eine Assoziation mit Menschen aus.
Diese Eigenschaften bestimmen im Zusammenspiel mit der Anfälligkeit des neuen Gebietes für biologische Invasoren Invasibilität und der Anzahl verschleppter Individuen engl. propagule pressure die Erfolgswahrscheinlichkeit, mit der sich nach einem Ausbreitungsereignis eine stabile Population etabliert.
Während zahlreiche Neobiota keine merklichen negativen Auswirkungen verursachen, geht von einigen etablierten Neobiota ein stark negativer Einfluss auf die Biodiversität ihres neuen Lebensraumes aus. Oft verändert sich die Zusammensetzung der Biozönose beträchtlich, zum Beispiel durch Prädation oder als Folge von Konkurrenzdruck. Ebenso können Neobiota wirtschaftlichen Schaden anrichten, zum Beispiel als Forst- und Landwirtschaftsschädlinge. Gleichzeitig treten sie als Vektoren von Pathogenen in Erscheinung, welche teilweise auch Nutzpflanzen, Nutztiere und den Menschen befallen können …

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