Endochorie pflanzenfachbegriffe Gallerien Bilder

Gemeine Stechpalme Baum Frucht rot Ilex aquifolium

Speierling Frucht Blätter gelb rötlich Sorbus domestica

Echte Mehlbeere Baum Blüte weiß Sorbus aria

Garten-Erdbeere Blüte weiß Fragaria x ananassa

Garten-Erdbeere Frucht grün Fragaria x ananassa

Garten-Erdbeere Frucht rot Fragaria x ananassa

Amerikanische Gleditschie Dorn Frucht Hülse Blatt gelb grün Gleditsia triacanthos

Gemeine Stechpalme Frucht orange Ilex aquifolium

Gemeine Stechpalme Frucht rot Ilex aquifolium

Gemeiner Efeu Blatt grün schmal Hedera helix

Beschreibung von Endochorie

Die Endochorie oder Verdauungsausbreitung ist ein Mechanismus, den Pflanzen zur Ausbreitung ihrer Samen nutzen. Sie ist eine Unterform der sogenannten Zoochorie, der Ausbreitung durch Tiere und wird deshalb gelegentlich auch als Endozoochorie bezeichnet.

Funktionsweise
Nach dem Verzehr der sogenannten Diasporen durch Menschen oder Tiere werden die hartschaligen Samen, Steinkerne und Nüsschen in der Regel wieder ausgeschieden. Verdauungssäfte bereiten die Samenschale auf ihre Keimung vor. Für einige Pflanzen wie beispielsweise die Himbeere oder den afrikanischen Baobab ist die Darmpassage der Diasporen sogar die Voraussetzung für deren Keimung. Der mit ausgeschiedene Kot dient dem Keimling häufig als Dünger.

Rot als Signalfarbe
Im unreifen Zustand sind die Früchte meist grün. Durch einen Farbwechsel zu rot, dunkelblau oder schwarz, nach dem sie sich deutlich vom grünen Blattwerk abheben, signalisieren sie ihre Reife.

Ausbreitungsdistanzen
Die Ausbreitungsdistanz, die Pflanzen damit erreichen, ist abhängig von der Geschwindigkeit, mit dem die Kerne den Verdauungstrakt passieren. Eine große Rolle spielt allerdings auch der Aktionsradius der Tiere. Die Distanz zwischen der Mutterpflanze und dem durch Endochorie ausgebreiteten Sämling kann daher zwischen wenigen Metern und mehreren Kilometern liegen.

Vögel als wichtigste Tiergruppe der Endochorie
Zu den wichtigsten Tiergruppen, die an der Endochorie beteiligt sind, zählen die Vögel. Efeu, Pfaffenhütchen, Maiglöckchen und Wildrosen werden durch sie ausgebreitet. Die Mistel ist vollständig auf die endochore Ausbreitung durch Vögel angewiesen. Selbst die Ausbreitung einiger Wasserpflanzen wie Laichkräuter, der Igelkolben sowie viele Arten der Seggen ist abhängig von Wasservögeln wie den Enten. Die durch Vögel erreichte Ausbreitungsdistanz ist häufig nur sehr gering und beträgt regelmäßig nur 25 bis 50 Meter. Dies ist darauf zurückzuführen, dass Vögel häufig nur einen geringen Aktionsradius haben und ihre Nahrung den Verdauungstrakt sehr schnell passiert.

Siehe auch: Ornithochorie Vogelausbreitung

Endochore Pflanzen ohne Ausbreiter
Eine Reihe nordamerikanischer Bäume produzieren Früchte, die nach der Reife zu Boden fallen und verfaulen. Zu diesen Pflanzen gehören der Lederhülsenbaum, der Geweihbaum sowie der Milchorangenbaum. In Nordamerika gibt es jedoch keine dort natürlich vorkommenden Tierarten mehr, die diese Früchte fressen. Auffallend bei diesen Pflanzen ist, dass alle der oben genannten Bäume sehr große Früchte ausbilden. Das hat zu der Theorie geführt, dass die amerikanische Megafauna, die vor 14.000 Jahren ausgestorben ist, an der endochoren Ausbreitung dieser Baumarten beteiligt war. Mammuts wie das Präriemammut, Mastodonten und Riesenfaultiere wären in der Lage gewesen, diese Pflanzen zu verzehren. Insbesondere beim Milchorangenbaum kann dadurch erklärt werden, dass er nur noch an wenigen und sehr weit auseinanderliegenden Standorten vorkommt.

Mehr Pflanzenfachbegriffe auf Pflanzen-Bild

Durch Scrollen auf der Seite under der weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen