Archiveeinträge für Pflanzen Fundorte: Paris

Duftveilchen Wohlriechendes Veilchen Blüte blau lila Viola odorata

Götterbaum Blatt grün Rinde grau Ailanthus altissima

Topinambur Blüte gelb Blatt grün Helianthus tuberosus

Purpurglöckchen Blüte rot Heuchera x brizoides

Taubenbaum Rinde Blatt Blüte weiß Davidia involucrata

Arizona-Zypresse Strauch Zweige Frucht blau grün Cupressus arizonica var glabra

Echter Alant Blüte gelb Blatt grün Inula-helenium

Duft Veilchen Wohlriechendes Veilchen Blüte blauviolett Viola odorata

Gewöhnliche Robinie Blatt grün Robinia pseudoacacia

Duftveilchen Märzveilchen Blüte blau Viola odorata

Beschreibung von Paris

|hochkant=1.4|Satellitenfoto von ParisParis ( [1]) ist die Hauptstadt Frankreichs und der Region Île-de-France. In älteren – zumeist lateinischen – Texten wird Paris auch Lutetia/Lutezia genannt. Der Fluss Seine teilt die Stadt in einen nördlichen Teil (rive droite, „rechtes Ufer“) und einen südlichen Teil (rive gauche, „linkes Ufer“). Das administrativ zur Stadt Paris gehörende Gebiet hat 2.243.833 Einwohner (Zensus Januar 2010), INSEE – Institut national de la statistique et des études économiques: Populations légales 2010 de la commune du département Abgerufen am 03. Januar 2013 in der städtischen Siedlungszone (Unité urbaine) leben 10.413.386 Menschen (Zensus Januar 2009) und in der gesamten Metropolregion 12.161.542 Menschen (Zensus Januar 2009).Die außerhalb der Ringautobahn liegenden Vororte der Banlieue sind verwaltungsrechtlich selbständig und zählen nicht zur Stadt Paris, die ihrerseits administrativ aus 20 Arrondissements besteht.

Paris ist eine Weltstadt und neben London und New York eine der wichtigsten Metropolen der westlichen Welt. Es ist das überragende politische, wirtschaftliche sowie kulturelle Zentrum eines zentralistisch organisierten Landes und dessen größter Verkehrsknotenpunkt (unter anderem mit drei Flughäfen und sechs Kopfbahnhöfen). Paris ist Sitz der UNESCO, der OECD und der ICC.

Geographie

Geographische Lage

|links|Ein Arago-Medaillon |Region Île-de-France mit Paris

Das Stadtgebiet hat eine Fläche von 105,4 Quadratkilometern. Das entspricht weniger als zwölf Prozent der Fläche Berlins. Die Metropolregion erstreckt sich über eine Bodenfläche von 14.518 Quadratkilometern. Das entspricht etwa der Fläche Schleswig-Holsteins. Die Stadt liegt im Zentrum des Pariser Beckens durchschnittlich 65 Meter über dem Meeresspiegel. Die Seine tritt, je nach Wasserstand, mit einer Höhe von 25 Metern über dem Meeresspiegel aus der Stadt aus. Paris ist umgeben von den beiden großen Stadtwäldern, die der Bevölkerung als Naherholungsgebiete dienen.

Der Meridian von Paris, der 1718 von Jacques Cassini festgelegt und 1806 von dem französischen Physiker François Arago präzise berechnet wurde, bildete bis zur Internationale Meridian-Konferenz in Washington 1884 einen von vielen Nullmeridianen. Er führt mitten durch das Pariser Observatorium und wird heute durch mehrere Säulen sowie durch die 1995 von dem niederländischen Konzeptkünstler Jan Dibbets diskret in Straßenpflaster, Bürgersteige, Höfe und verschiedene Gebäude (unter anderem den Louvre) eingelassenen bronzenen Arago-Medaillons gekennzeichnet, eine Hommage an den Physiker und Menschenrechtler Arago. Von den ursprünglich 135 bisher wenig beachteten Plaketten sind einige seit der Veröffentlichung von Dan Browns Erfolgsroman Sakrileg gestohlen worden. Der von Dan Brown gewählte Begriff „Rosenlinie“ ist eine Erfindung.

Klima

Paris befindet sich in der gemäßigten Klimazone. Die Jahresmitteltemperatur beträgt 10,8 Grad Celsius und die durchschnittliche Jahresniederschlagsmenge 649,6 Millimeter.

Der wärmste Monat ist der Juli mit 18,4 Grad Celsius im Mittel, der kälteste der Januar mit durchschnittlich 3,5 Grad Celsius. Der meiste Niederschlag fällt im Monat Mai mit 65,0 Millimetern im Mittel, der wenigste im August mit durchschnittlich 43,0 Millimetern.

Seit 1873 finden in Paris regelmäßige meteorologische Messungen statt. Die tiefste bisher festgestellte Temperatur betrug −23,9 Grad Celsius und stammt vom 10. Dezember 1879. Der Hitzerekord beträgt 40,4 Grad Celsius und wurde am 28. Juli 1947 im Parc Montsouris gemessen.

Geologie

Das Pariser Becken bildet eine große Schichtstufenlandschaft. Schüsselförmig liegen hier die Schichten des Mesozoikums und des Paläogens (früher Alttertiär) ineinander und sind von der Abtragung zu einer weit gespannten Stufenlandschaft ausgearbeitet worden, deren Stufen sich jeweils nach außen richten.

Nur im östlichen Teil herrschen am Abfall dieser Stufen gegen die Saône-Furche tektonische Bruchlinien vor. Sie bewirken die steilen Abfälle des Plateaus von Langres und der Côte-d’Or (bis 636 Meter), die ebenfalls berühmte Weinbaugebiete sind, da sie im Regenschatten der Leeseite größere Sonnenscheindauer haben und zudem noch die Vorteile der Südexposition genießen.

Eine gewisse Ungleichförmigkeit besteht insofern, als die Schichtenfolge im nordöstlichen Teil vollkommener ist als im Westen. Die etwas stärkere Heraushebung des Ostflügels hat auch allgemein größere Höhenunterschiede und eine markantere Herausbildung der Stufen mit sich gebracht. Beckeneinwärts ragt als bedeutende Stufe die der Eozänen-Kalke auf, in deren Inneren die Île-de-France, das Ballungsgebiet von Paris, eingebettet liegt.

Als ausführlichen Beitrag zur Geologie des Pariser Beckens siehe: Pariser Becken

Seine

|Allée des Cygnes |Ufer der Seine in Paris |Blick vom auf die Seine]

Die Seine verbindet Paris mit Burgund im Landesinneren und mit dem Ärmelkanal. Sie war der wichtigste Faktor für die Entstehung und Entwicklung der Stadt, die auf der größten der seinerzeit zahlreichen Seineinseln ihren Ursprung fand. Sie spaltet die Stadt in zwei ungleiche Uferhälften, die nördliche, Handel und Finanzen geweihte rive droite (rechtes Ufer) und die südliche rive gauche (linkes Ufer), die mit dem Quartier Latin als Viertel der Intellektuellen angesehen wird und als Wohngegend gefragt ist.

Inseln

Die Île de la Cité im Herzen der Stadt wurde in der Antike besiedelt und ist damit der älteste Teil der Hauptstadt. 1584 ließ Heinrich III. drei der westlichen Inselspitze vorgelagerte kleine und sumpfige Inseln untereinander verbinden und gliederte sie der größeren an. Damit wuchs die Fläche im Laufe der Jahrhunderte von ursprünglich 8 auf insgesamt 17 Hektar an. So konnte ein „königlicher” Platz, die Place Dauphine mit einer einheitlichen Saumbebauung entstehen und aus dem Verkauf der Häuser das zum Bau einer Brücke notwendige Geld beschafft werden, welche die Verbindung zu den beiden Seine-Ufern herstellt. DiePont Neuf (deutsch Neue Brücke) ist heute die älteste der in Paris erhaltenen Brücken.

Auch die Île Saint-Louis, die kleinere der nebeneinander liegenden Seineinseln ist eine Zusammenfügung von zwei Inselchen, der Île aux Vaches und der Île Notre Dame. Im Gegensatz zu ihrer großen Schwester, der Cité blieb sie bis zum Anfang des 17. Jahrhunderts unbebaut. Im Jahre 1614 beauftragte Ludwig XIII. den Bauunternehmer Christophe Marie mit der Erschließung des Geländes. Marie schüttete den Seinearm zu, umfasste die beiden kleinen Inseln mit einer Kaimauer und ließ Brücken zu den Flussufern errichten. Ab etwa 1618 wurde das Gelände zunächst mit Häusern für Handwerker und Kaufleute bebaut, ab 1638 auch mit luxuriösen Stadtpalästen für hohe Würdenträger. Die Bebauung erfolgte nach einem festen Grundplan mit geraden Straßen, der noch heute erkennbar ist.

Die frühere Île des Cygnes (Schwaneninsel) wurde 1773 mit dem Champ de Mars, dem Manöverfeld der Militärschule, verbunden. Ihr Name ging auf die Île aux Cygnes über, einen im Jahr 1825 künstlich in der Seine angelegten Damm, auf dem unter anderem eine Kopie der Freiheitsstatue steht. Der Damm entstand als Fundament für eine auffällige Brücke, die Pont de Bir-Hakeim, deren unteres Niveau die Stützen für den darüber gelegenen Viadukt der Metro aufzunehmen hatte.

Hügel

Die höchste natürliche Erhebung innerhalb der Stadtgrenzen ist der Hügel Montmartre (franz. Butte Montmartre) mit einer Höhe von 129 Metern. Auf den Hügel fährt eine Standseilbahn (franz. funiculaire), die Funiculaire de Montmartre. Der am Nordhang angelegte Weinberg ist, seitdem auch im Parc Georges Brassens, Parc de Belleville und im Parc de Bercy Wein wächst, nicht mehr der einzige von Paris.

Stadtgliederung

Paris wurde im Jahre 1790 Verwaltungssitz des Départements Seine mit der Ordnungsnummer 75 und ist seit der Neugliederung der Départements der Île-de-France im Jahre 1968 gleichzeitig Stadt und Département. Abgesehen von der geographischen Gliederung in rive droite, rive gauche und „Inseln“ ist Paris in Stadtbezirke (arrondissements, abgekürzt Arrdt.) und Viertel (quartiers) unterteilt.

Die 20 nummerierten Stadtbezirke tragen die Postleitzahlen 75001 bis 75020 und durchziehen Paris spiralförmig von innen nach außen. Die Spirale beginnt im historischen Stadtkern, der Gegend um den Louvre, das Palais Royal und das Forum des Halles, und endet nach zweieinviertel im Uhrzeigersinn verlaufenden Umdrehungen im Osten der Stadt, dem Arrondissement des Friedhofs Père Lachaise. Jedem Arrondissement steht ein Bürgermeister (maire d’arrondissement) vor, der im Bürgermeisteramt seines Bezirkes (mairie d’arrondissement) residiert. Jeder Bezirk untergliedert sich seinerseits in Viertel, französisch Quartiers.

{| border=“0″|-| rowspan=“2″ | Karte der Arrondissements! colspan=“2″ | Die Pariser Stadtbezirke|- valign=“top“||

  1. Louvre
  2. Bourse
  3. Temple
  4. l’Hôtel de Ville
  5. Panthéon
  6. Luxembourg
  7. Palais Bourbon
  8. l’Elysée
  9. l’Opéra
  10. l’Entrepôt

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  1. Popincourt
  2. Reuilly
  3. Gobelin
  4. l’Observatoire
  5. Vaugirard
  6. Passy
  7. Batignolles-Monceaux
  8. Buttes-Montmartre
  9. Buttes-Chaumont
  10. Ménilmontant

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Geschichte

Antike

|Lutetia

Die Stadt entwickelte sich seit Mitte des 3. Jahrhunderts v. Chr. aus der keltischen Siedlung Lutetia des Stammes der Parisii auf der Seine-Insel, die heute île de la Cité heißt. Erstmalige schriftliche Erwähnung fand der Name Lutetia 53 v. Chr. im sechsten Buch von De Bello Gallico, der Darstellung des gallischen Krieges durch Julius Caesar.

Als die Römer sich im Jahr 52 v. Chr. nach einem ersten gescheiterten Anmarsch zum zweiten Mal der Stadt näherten, zündeten die Parisii Lutetia an und zerstörten die Brücken, bevor sie in Stellung gingen. Die siegreichen Römer überließen ihnen die Insel und bauten auf dem linken Ufer der Seine in dominanter Lage auf dem später Montagne Sainte-Geneviève genannten Hügel eine neue römische Stadt auf. Dort entstanden Thermen, ein Forum und ein Amphitheater. Die Stadt wurde im römischen Reich als Civitas Parisiorum oder Parisia bekannt, blieb aber im besetzten Gallien zunächst recht unbedeutend.

Mittelalter

Nach dem Untergang des Römischen Reiches entstanden zunächst vor allem Sakralbauten, während die in Paris weilenden fränkischen Teilkönige sich den ehemaligen Palast der römischen Statthalter auf der Île de la Cité zu eigen machten, der im Laufe der Jahrhunderte mehrmals vergrößert und umgebaut wurde und heute als Palais de la Cité bekannt ist. |Fenster in Sainte-Chapelle

Die ältesten erhaltenen Teile des Palais de la Cité sind die in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts unter Ludwig IX. dem Heiligen von Pierre de Montreuil errichtete Palastkapelle Sainte-Chapelle und die unteren Partien des so genannten Bonbec-Turmes an der Nordfassade. Die danebenstehenden beiden Tortürme Tour d’Argent (deutsch Silberturm) und Tour de César sowie der nach seiner Uhr Tour de l’Horloge genannte, im 19. Jahrhundert stark veränderte Eckturm entstanden etwas später unter Philippe IV. dem Schönen. Hinter der massiven Doppelturmanlage verbirgt sich die nach dem früheren Palastverwalter (frz. Concierge) benannte Conciergerie, die bereits um 1400 als Gefängnis genutzt wurde und während der Revolution als „Wartesaal für die Guillotine“ diente.

Bereits bald nach 1358 war der Palais de la Cité als Königsresidenz aufgegeben worden und zwar zu Gunsten des heute verschwundenen Hôtel Saint-Pol, der im Osten von Paris entstandenen Burg von Vincennes und der schon 1190 unter Philippe-Auguste entstandenen Wehranlage des früheren Louvre, deren mächtiger runder Bergfried seinerzeit das rechte Ufer beherrschte.

Das Stadtschloss Louvre, wie wir es heute kennen, ist das Ergebnis von zahlreichen Baukampagnen unter vielen Königen und umfasst Teile aus dem Mittelalter, der Renaissance, der Barockzeit, dem Zweiten Kaiserreich sowie das bedeutende, seit 1981 auf Wunsch des Staatspräsidenten François Mitterrand von dem Architekten Ieoh Ming Pei geschaffene „unterirdische Reich“ des Louvre, das in erster Linie der Schaffung fehlender Infrastrukturen für das hier angesiedelte Museum dient.

Neuzeit

|links|Stich von Paris aus dem 16. Jahrhundert |Der auf die Bastille am 14. Juli 1789] |Haupteingang der Weltausstellung 1900 |Parade französischer Beutepanzer mit deutschen Besatzungen auf Pariser Boulevard

Während der Hugenottenkriege zwischen 1562 und 1598 blieb die Stadt in katholischem Besitz. In der Bartholomäusnacht am 24. August 1572 wurden in Paris tausende Hugenotten ermordet. Auf Veranlassung Ludwigs XIV. (1638–1715) sind Straßenbeleuchtungen angebracht, die Wasserversorgung modernisiert und die Krankenhäuser Invalides und Salpêtrière erbaut worden. Er ließ die Pariser Stadtmauern abtragen und an deren Stelle den „Nouveau Cours“ errichten, eine Ringstraße aus der später die Grands Boulevards wurden. Die Residenz des Königs wurde nach Versailles verlegt. Dennoch blieb Paris das politische Zentrum Frankreichs, was auf seine hohe Bevölkerungszahl und seine führende wirtschaftliche Rolle im Land zurückzuführen war.

Als im Jahre 1789 die Französische Revolution ausbrach, war es die Bevölkerung von Paris, die den Weg zur Abschaffung der Monarchie und zur Einführung der ersten französischen Republik ebnete. 1844 ist zu Verteidigungszwecken an Stelle des heutigen Boulevard périphérique eine neue Stadtbefestigung errichtet worden. Diese hatte eine Länge von 39 Kilometern und war mit ihren 94 Bastionen und 16 Forts die größte Befestigungsanlage der Welt.

Paris war in den Jahren 1855, 1867, 1878, 1889, 1900 und 1937 Veranstaltungsort von sechs Weltausstellungen, welche die kulturelle und politische Bedeutung der Stadt unterstrichen. Der katastrophale Verlauf des Krieges von 1870/71 brachte das Ende des Zweiten Kaiserreichs. Nach der Belagerung durch deutsche Truppen kapitulierte die Hauptstadt, worauf sich im Frühjahr 1871 die so genannte Pariser Kommune bildete. Sie bestand aus Arbeitern, Handwerkern und Kleinbürgern und revoltierte gegen die konservative provisorische Regierung der Republik. Paris erlebte zur Zeit der Dritten Republik vor 1914 eine wirtschaftliche und kulturelle Blütezeit in der Belle Époque. An einem Bahnhof, dem Gare de Lyon, an einer Brücke, der Pont Alexandre III, und den U-Bahn-Stationen ist der Baustil dieser Zeit beispielhaft zu erkennen.

1900 war Paris Austragungsort der II. und 1924 der VIII. Olympischen Spiele der Neuzeit. 1921 erreichte Paris mit knapp drei Millionen die bis dahin höchste Einwohnerzahl seiner Geschichte. Der städtische Wohnungsbau konnte mit der Nachfrage nicht mehr Schritt halten.

Ab etwa 1925 begann in Frankreich eine innenpolitisch instabile Phase (siehe Dritte Französische Republik). Es gab schnell wechselnde Regierungen. Dazu trug auch die Weltwirtschaftskrise bei. Sie begann in vielen Ländern im Winter 1929 und in Frankreich verzögert 1931 (siehe Weltwirtschaftskrise in Frankreich).Am 6. Februar 1934 kam es in Paris zu einer großen antiparlamentarischen Straßenschlacht, an der die faschistische Bewegung Croix de Feu maßgeblich beteiligt war. Nach dem Rücktritt von Édouard Daladier (1934) bildete Gaston Doumergue eine Regierung der nationalen Einheit (frz. Union Nationale) ohne Kommunisten und Sozialisten. Am 26. April und 3. Mai 1936 konnten die Parlamentswahlen von der neu gebildeten Volksfront aus Sozialisten, Kommunisten und Radikalsozialisten mit der Parole «Brot, Frieden, Freiheit» gewonnen werden. Der Sozialist Léon Blum wurde 1936/37 und 1938 Ministerpräsident. Sein Nachfolger wurde zweimal der Radikalsozialist Edouard Daladier.

Während des Zweiten Weltkrieges kam es im Juni 1940 zur Schlacht um Frankreich, nachdem die Briten während der Schlacht von Dünkirchen das Festland geräumt hatten. Vor den auf Paris anrückenden deutschen Truppen zog sich die französische Regierung über Tours nach Bordeaux zurück. Auch Tausende Einwohner flüchteten aus Paris.Nachdem dem Armeeoberkommando 18 unter Generaloberst Georg von Küchler durch einen Unterhändler die Räumung der Stadt durch die 7. Französische Armee zugesichert worden war, zogen Wehrmachtsverbände am 14. Juni kampflos in das menschenleer wirkende Paris ein. Mit der Einnahme von Paris waren keine strategischen Ziele verbunden. Am Arc de Triomphe nahmen Küchler und der Oberbefehlshaber der Heeresgruppe B, Generaloberst Fedor von Bock, den Vorbeimarsch der 18. Armee ab. www.dhm.de (Homepage Deutsches Historisches Museum)1943/44 unterhielt die Kriegsmarine ein Marinelazarett in der Stadt. Von größeren Zerstörungen blieb die Stadt verschont. Bis zur Befreiung am 25. August 1944 war Paris von der deutschen Wehrmacht besetzt.Der deutsche Stadtkommandant von Paris, General Dietrich von Choltitz (1894–1966), kapitulierte an diesem Tag und verweigerte damit einen Befehl Hitlers, Paris zu verteidigen oder „nur als Trümmerfeld in die Hand des Feindes fallen“ zu lassen. Foto des Befehls dhm.de

Während der Mai-Unruhen 1968 erlebte die Stadt Studentenrevolten und Massenstreiks.

2005 kam es zu gewalttätigen Ausschreitungen von jugendlichen Einwanderern in vielen Vororten von Paris („Banlieue“). Diese Unruhen weiteten sich später auch auf andere Städte des Landes aus (siehe Unruhen in Frankreich 2005).

Wappen

Beschreibung: Unter einem blauen mit goldenen Lilien besäten Schildhaupt schwimmt auf einem blauen Schildfuß in Rot ein silbernes einmastiges Schiff mit einem geblähten silbernen Segel.

Ein Siegel zeigte bereits 1210 das einmastige Schiff. Es ist ein Hinweis auf die Stadtgründung auf der Altstadtinsel Île de la Cité. Das Wappen ist seit 1358 bekannt. Das Schildhaupt mit den bourbonischen Lilien war eine Wappenvermehrung zur „Guten Stadt“. Verschiedene Wappenvarianten sind bekannt: Mit Mauerkrone, mit einem Wappenspruch auf einem Goldband unter dem Schild „FLUCTUAT NEC MERGITUR“. Auch ein Wappen mit drei Schiffen ist bekannt.Unterhaltsame Wappenkunde, Heinz Machatscheck, Verlag Neues Leben, Berlin, 1981.

Bevölkerung

Einwohnerentwicklung

mini|Einwohnerentwicklung Paris seit der ersten Volkszählung im Jahre 1801In der Antike und im Mittelalter ging die Bevölkerung durch die zahlreichen Kriege, Epidemien und Hungersnöte immer wieder zurück. So starben noch 1832 bei einer Choleraepidemie rund 20.000 Menschen. Erst die Industrialisierung im 19. Jahrhundert führte zu einem starken Anstieg der Bevölkerung. 1846 lebten in Paris rund eine Million Menschen, bis 1876 verdoppelte sich diese Zahl auf zwei Millionen. 1921 hatte die Einwohnerzahl von Paris mit knapp drei Millionen ihren historischen Höhepunkt erreicht. Gegenwärtig leben etwas über zwei Millionen Menschen in der Hauptstadt. Im Großraum hingegen hat die Einwohnerzahl stark zugenommen. Lebten 1921 noch 4,85 Millionen Menschen in der Metropolregion, so waren es 2009 bereits 12,2 Millionen. Damit zählt Paris zu den Megastädten.Paris ist stark von Gentrifizierung betroffen: Der durchschnittliche Preis für einen Quadratmeter lag 2011 bei 8010 Euro, dem Vierfachen des Preises in Berlin und kann in beliebten Vierteln wie Saint-Germain-des-Pres 15.000 Euro erreichen. Gesche Wüpper: In Paris steigen Immobilienpreise auf Rekordniveau. welt.de vom 29. Juli 2011, abgerufen am 18. Mai 2012.

Religionen

Etwa 75 Prozent der Einwohner sind getauft, rund 70 Prozent bekennen sich zum katholischen Glauben, die meisten praktizieren den lateinischen Ritus, einige wenige auch den armenischen und ukrainischen Ritus. Der Erzbischof von Paris ist für die Katholiken der östlichen Riten zuständig. Insgesamt gibt es in Paris innerhalb der politischen Grenzen der Stadt 94 katholische Gemeinden, des Weiteren 15 griechisch- und russisch-orthodoxe Kirchen, sechs rumänisch-orthodoxe Kirchen, Liste der rumänisch-orthodoxen Gemeinden in Frankreich sieben Synagogen für die etwa 220.000 Juden und 19 Moscheen für die rund 80.000 Muslime, überwiegend Sunniten (siehe Liste der französischen Moscheen in der französischsprachigen Wikipedia). Nur knapp zwölf Prozent der Christen und etwa 15 Prozent der Juden sind praktizierende Gläubige.

Politik

Stadtregierung

mini|Das Rathaus

Die Stadtregierung wird seit 1977 durch einen vom Stadtrat gewählten Bürgermeister geführt. Da die Stadt Paris gleichzeitig das Département Paris bildet, nimmt der Bürgermeister auch die Funktionen des Präsidenten des Generalrats wahr.

Bürgermeister ist seit dem 18. März 2001 Bertrand Delanoë von der Parti socialiste. Delanoë ist der erste linke Politiker, der in das bis dahin konservativ regierte Rathaus der Hauptstadt einzog. Er konnte in dem aus 163 Mitgliedern bestehenden Stadtrat alle 92 Stimmen seiner rot-grünen Liste auf sich vereinen. Der einzige Gegenkandidat war der scheidende Bürgermeister Jean Tiberi, der nur zwölf Stimmen erhielt. Paris wurde bis dahin traditionell von der gaullistischen RPR beherrscht; der konservative ehemalige Staatspräsident Jacques Chirac war von 1977 bis 1995 selbst Bürgermeister der Hauptstadt. Die rechten Parteien waren jedoch zerstritten in die Kommunalwahlen gegangen und verminderten so ihre Chancen auf einen Sieg. 2008 wurde Delanoë im Amt bestätigt.

Der erste Bürgermeister der Hauptstadt Jean-Sylvain Bailly wurde am 15. Juli 1789 von der während der französischen Revolution gebildeten Pariser Selbstverwaltung eingesetzt. Da die Kommune an der diktatorisch organisierten Schreckensherrschaft (terreur) beteiligt war, wurde sie 1794 von zwölf getrennten und dezentralisierten Gemeindeverwaltungen ersetzt. Der Staat übernahm die Kontrolle über die Stadt und schuf das Amt des Präfekten der Seine (Préfet de la Seine). Während der Bürgerlichen Revolution von 1848 und der Pariser Kommune von 1870/1871 regierte für wenige Monate ein Bürgermeister die Stadt.

Am 20. März 1977 wurde Jacques Chirac der erste frei gewählte Bürgermeister von Paris. Die bis dahin einem von der Regierung ernannten Präfekten unterstehende Hauptstadt erhielt den gleichen Status wie alle übrigen Gemeinden in Frankreich. Eine Ausnahme bildet die Polizei, die weiterhin dem Polizeipräfekten untersteht. Ein Gesetz von 1982 etablierte dann die Ratsversammlungen der arrondissements. Diese sind beratende Organe, die über begrenzte Befugnisse verfügen. Der Gemeinderat (Conseil de Paris) und der Bürgermeister (Maire de Paris) werden jeweils für sechs Jahre gewählt. Die nächste Wahl findet im Jahr 2014 statt.

Bürgermeister von Paris waren:

  • Jean-Sylvain Bailly (15. Juli 1789–18. November 1791)
  • Jérôme Pétion (18. November 1791–15. Oktober 1792)
  • Philibert Borie (7. Juli 1792–13. Juli 1792)
  • René Boucher (15. Oktober 1792–2. Dezember 1792)
  • Nicolas Chambon (8. Dezember 1792–2. Februar 1793)
  • Jean-Nicolas Pache (14. Februar 1793–10. Mai 1794)
  • Jean-Baptiste Fleuriot-Lescot (10. Mai 1794–17. Juli 1794)
  • Louis-Antoine Garnier-Pagès (24. Februar 1848–5. März 1848)
  • Armand Marrast (9. März 1848–19. Juli 1848)
  • Étienne Arago (4. September 1870–15. November 1870)
  • Jules Ferry (15. November 1870–5. Juni 1871)
  • Jacques Chirac (20. März 1977–16. Mai 1995)
  • Jean Tiberi (22. Mai 1995–18. März 2001)
  • Bertrand Delanoë (ab 18. März 2001)

Stadtrat (Conseil de Paris)

Der Pariser Stadtrat besteht aus 163 Mitgliedern. Er bildet gleichzeitig den Generalrat des Départements Paris. Die Wahlen zum Stadtrat finden alle sechs Jahre im Rahmen der französischen Kommunalwahlen statt. Gewählt wird dabei getrennt nach Arrondissements, wobei jedes Arrondissement eine festgelegte Zahl an Stadträten wählt.

Seit 2008 setzt sich der Stadtrat zusammen aus 10 Mitgliedern der Parti Communiste und Parti de Gauche, 11 Mitgliedern der Grünen, 77 Mitgliedern der Parti Socialiste und der Parti radical de gauche (einschließlich Unabhängiger, die sich der Fraktion angeschlossen haben), 51 Mitgliedern der Union pour une Majorité de Progrès à Paris (der Union pour un mouvement populaire zuzuordnen; einschließlich Unabhängiger, die sich der Fraktion angeschlossen haben), 11 Mitgliedern der Gruppe Centre & Indépendants und 3 fraktionslosen Mitgliedern. Die nächste Kommunalwahl findet 2014 statt.

Städtepartnerschaften

In Form einer Städtepartnerschaft ist Paris seit 1956 mit Rom mit einer einzigen Stadt weltweit verbunden. Offizielle Seite der Pariser Stadtverwaltung

Darüber hinaus unterhält Paris mit folgenden Städten sogenannte Freundschafts- und Kooperationsabkommen. In Klammern das Jahr der Etablierung.

{| class=“wikitable“| style=“vertical-align:top“ || width = „310“ |

  • rand|20px Kyōto, Japan (1958)
  • rand|20px Präfektur Tokio, Japan (1982)
  • rand|20px Kairo, Ägypten (1985)
  • rand|20px Amman, Jordanien (1987)
  • rand|20px Berlin, Deutschland (1987)
  • rand|20px Sanaa, Jemen (1987)
  • rand|20px Seoul, Südkorea (1991)
  • rand|20px Beirut, Libanon (1992)
  • rand|20px Moskau, Russland (1992)
  • rand|20px Jakarta, Indonesien (1995)
  • rand|20px Chicago, Vereinigte Staaten (1996)
  • rand|20px San Francisco, Vereinigte Staaten (1996)
  • rand|20px Peking, Volksrepublik China (1997)
  • rand|20px Prag, Tschechien (1997)
  • rand|20px Riad, Saudi-Arabien (1997)
  • rand|20px Sankt Petersburg, Russland (1997)
  • rand|20px Santiago de Chile, Chile (1997)
  • rand|20px Tiflis, Georgien (1997)
  • rand|20px Jerewan, Armenien (1998)
  • rand|20px Lissabon, Portugal (1998)

|valign=“top“|| width = „310“ |

  • rand|20px Sofia, Bulgarien (1998)
  • rand|20px Sydney, Australien (1998)
  • rand|20px Mexiko-Stadt, Mexiko (1999)
  • rand|20px Warschau, Polen (1999)
  • rand|20px Buenos Aires, Argentinien (1999)
  • rand|20px Athen, Griechenland (2000)
  • rand|20px Madrid, Spanien (2000)
  • rand|20px Washington, D.C., Vereinigte Staaten (2000)
  • rand|20px London, Vereinigtes Königreich (2001)
  • rand|20px Porto Alegre, Brasilien (2001)
  • rand|20px Genf, Schweiz (2002)
  • rand|20px Algier, Algerien (2003)
  • rand|20px Québec, Kanada (2003)
  • rand|20px São Paulo, Brasilien (2004)
  • rand|20px Rabat, Marokko (2004)
  • rand|20px Casablanca, Marokko (2004)
  • rand|20px Tunis, Tunesien (2004)
  • rand|20px Kopenhagen, Dänemark (2005)
  • rand|20px Montréal, Kanada (2006)
  • rand|20px Tel Aviv-Jaffa, Israel (2010)
  • rand|20px Doha, Katar (2010)

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Kultur und Sehenswürdigkeiten

Die französische Hauptstadt beherbergt eine Vielzahl sehenswerter kirchlicher und weltlicher Bauwerke, Straßen, Plätze und Parks, etwa 160 Museen, rund 200 Kunstgalerien, circa 100 Theater, über 650 Kinos und mehr als 10.000 Restaurants. Das Angebot an kulturellen Veranstaltungen ist mit zahlreichen Konzerten, Ausstellungen, Musik- und Filmfestivals, Modenschauen sowie der Austragung sportlicher Wettbewerbe reichhaltig. Die Uferpromenade der Seine in Paris wurde 1991 in die UNESCO-Liste des Weltkulturerbes aufgenommen.

Theater

mini|Comédie-Française , Ende des 18. Jahrhundertsmini|Opéra Garnier

Bedingt durch die Tradition des Zentralismus in Frankreich haben die wichtigsten Theater- und Ballettensembles des Landes ihren Sitz in Paris. Das Programm ist mannigfaltig und einem der Veranstaltungskalender, Pariscope oder Officiel des Spectacles, zu entnehmen, die an jedem Zeitungskiosk erhältlich sind. Stark ermäßigte Theaterkarten sind jeden Tag ab 13.00 Uhr für Vorstellungen am Abend desselben Tages an einem der beiden Theaterkioske (Kiosque Théâtre) (vor dem Montparnasse-Bahnhof und neben der Madeleine-Kirche) erhältlich.

Die Pariser Oper (heute Opéra National de Paris) und ihre Vorgängerinstitute spielen in der Geschichte der Oper durch stilprägende Uraufführungen eine bedeutende Rolle. Heute betreibt sie zwei Opernhäuser. Die 1875 eröffnete, nach ihrem Architekten Opéra Garnier oder Palais Garnier genannte alte Oper ist mit einer Fläche von 11.237 Quadratmetern das größte Theater der Welt, während die 1989 eingeweihte neue Opéra Bastille sich durch ihre herausragende Bühnentechnik auszeichnet. Seit der Eröffnung der neuen Oper wird das Palais Garnier hauptsächlich, aber nicht ausschließlich für Ballettaufführungen und klassische Opern genutzt. Die Pariser Oper unterhält ein hauseigenes Ballett, das Ballet de l’Opéra de Paris, mit einer angeschlossenen Ballettschule.

Auch die Comédie-Française oder Théâtre français, deren Schauspielensemble sich rühmen darf, 1680 aus der Zusammenlegung von Molières ehemaligem „Illustre Théâtre“ mit anderen Schauspieltruppen hervorgegangen zu sein, hat eine lange Tradition. Berühmte Schauspieler waren unter anderem Sarah Bernhardt und Jean-Louis Barrault. Das heute staatliche Theater spielt ein vorwiegend klassisches Repertoire.

Das Théâtre des Champs-Élysées, von 1911 bis 1913 nach Plänen von Henry van de Velde von Auguste Perret ausgeführt, erregte Anfang des 20. Jahrhunderts durch seine Architektur und skandalumwitterte Aufführungen Aufsehen. Als Musiktheater und Konzerthaus ist es Heimstätte des Orchestre National de France und des Orchestre Lamoureux sowie Stützpunkt der Wiener Philharmoniker in Frankreich.

Aufmerksamkeit gebührt auch den Programmen des Théâtre du Châtelet an der Place du Châtelet und dem gegenüberliegenden Stadttheater Théâtre de la Ville.

Zeitgenössische Komödien, Boulevard- und Vaudeville-Stücke werden in unzähligen kleinen Theatern aufgeführt, wie beispielsweise im Théâtre des Bouffes-Parisiens, das Jacques Offenbach am 5. Juli 1855 gründete. Der Name des Theaters leitet sich ab von „Opéra bouffe“ – „Komische Oper“, wie Offenbach zahlreiche seiner Werke betitelte.

Freunden des Revuetheaters sind die Shows des Moulin Rouge, des Lido und des Paradis Latin zu empfehlen. Das Moulin Rouge, am 6. Oktober 1889 von Joseph Oller eröffnet, der bereits das Varieté L’Olympia besaß, leitet seinen Namen ab von der markanten Nachbildung einer roten Mühle auf seinem Dach. Berühmt wurde es durch seine Cancan- und Chahut-Tänzerinnen. Nicht ganz so aufwändig, aber unverhohlen erotischer sind die Darbietungen in den Folies Bergère.

Rockkonzerte finden im Zénith im Parc de la Villette und im Palais Omnisports de Paris-Bercy statt. Das Zénith wurde 1983 auf Initiative des damaligen Kulturministers Jack Lang nach Plänen der Architekten Philippe Chaix und Jean-Paul Morel erbaut und am 12. Januar 1984 mit einem Konzert des französischen Sängers Renaud eingeweiht.

Die Arènes de Lutèce (Arenen von Lutetia) gelten als ältestes noch erhaltenes Bauwerk der Hauptstadt. Das römische Amphitheater befindet sich in der rue Monge, im 5. Arrondissement. Die Arena stammt aus dem 1. Jahrhundert n.Chr. und wurde bis zum Ende des 3. Jahrhunderts genutzt. Circa 17.000 Personen konnten den Theatervorstellungen, aber auch Kämpfe auf Leben und Tod, beiwohnen. Mit dem Aufkommen des Christentums verloren die römischen Zirkusse allgemein an Bedeutung und als im 3. und 4. Jahrhundert die germanischen Stämme in das römische Gallien einfielen, wurden die Arenes de Lutèce stillgelegt und ihre Steine für den Bau von Stadtmauern und anderen Befestigungsanlagen verwendet.

Museen

mini|hochkant=4|zentriert| mit Pyramide im Mittelpunkt. Das wohl berühmteste Museum der Welt]

Das 1793 in der früheren Residenz der französischen Könige eröffnete Musée du Louvre beherbergt eine der weltweit bedeutendsten Sammlungen mit über 380.000 Werken, von denen etwa 35.000 ausgestellt werden. Die Exponate decken einen Zeitraum, der von der Antike bis zum Ende des 19. Jahrhunderts reicht. Das Gebäude liegt im Zentrum von Paris zwischen dem rechten Seineufer und der Rue de Rivoli. Sein Innenhof liegt in einer Linie mit der Avenue des Champs-Élysées und bildet damit den Ursprung der so genannten Axe historique, der historischen Achse.mini|Musée d’Orsay, Innenansicht

Das Musée d’Orsay entstand in dem ehemaligen gleichnamigen Bahnhof, dem „Gare d’Orsay“, am südlichen Ufer der Seine gegenüber dem Tuilierengarten. Das Bahnhofsgebäude wurde 1900 von Victor Laloux für die Verbindung Paris–Orléans gebaut, 1939 wegen Kapazitätsproblemen geschlossen und 1978 als historisches Bauwerk eingestuft. Unter Leitung der Architektin Gae Aulenti wurde es von 1980 bis 1986 unter behutsamer Wahrung der alten Bausubstanz zum heutigen Museum umgebaut. Weltweit einzigartig ist die Sammlung französischer Impressionisten. Daneben werden Gemälde, Skulpturen, Fotos und Möbel von herausragender Qualität aus der Zeit von 1848 bis 1914 gezeigt. Vertreten sind fast alle Stilrichtungen dieses Zeitraums sowie Werke vieler Einzelkünstler.

Das 1977 nach Plänen der Architekten Renzo Piano, Richard Rogers und Gianfranco Franchini eröffnete Kunst- und Kulturzentrum Centre Georges Pompidou (Centre National d’Art et de Culture Georges Pompidou) sorgte durch seine Architektur aus Stahl und Glas für Aufsehen: alle Versorgungsleitungen sind an der Fassade angebracht. Es wurde als interaktives Informationszentrum konzipiert, das freien Zugang zu Wissen garantieren soll. Es beherbergt die Bibliothèque Publique d’Information und das Musée National d’Art Moderne mit einer hervorragenden Sammlung von Kunstwerken des 20. Jahrhunderts, vor allem Werke des Surrealismus, Fauvismus, Kubismus und des Abstrakten Expressionismus. Das Musikforschungsinstitut IRCAM (Institut de Recherche et Coordination Acoustique/Musique) ist ihm organisatorisch angeschlossen.

Das Musée Picasso besitzt etwa 250 Werke aus allen Schaffensperioden Picassos, insbesondere Gemälde und Skulpturen, sowie Gemälde aus der persönlichen Sammlung des Künstlers, unter anderem von Georges Braque, Paul Cézanne, Henri Matisse, Joan Miró und Amedeo Modigliani. Das Museum befindet sich im ehemaligen „Hôtel Salé“, einem in den Jahren 1656–1659 im Maraisviertel erbauten „hôtel particulier“, dessen Bezeichnung sich von seinem damaligen Bauherrn, dem für die Eintreibung von Salzsteuer zuständigen königlichen Staatsbeamten Pierre Aubert, Spitzname Salé („Gesalzener“) ableitet.

Das Musée national du Moyen Âge (vor 1980: Musée de Cluny) in dem spätgotischen ehemaligen Abtspalast „Hôtel de Cluny“ (1485–1490) beherbergt eine bedeutende Sammlung mittelalterlicher Kunstgegenstände. Es gestattet den Zutritt zu den benachbarten früheren Thermen aus gallo-römischer Zeit. Im September 2000 legte man neben dem Hôtel de Cluny den Mittelalterlichen Garten (frz. „jardin médiéval“) mit einer Fläche von zirka 5.000 Quadratmetern an.

Das Grand Palais entstand nach Plänen der Architekten Henri Deglane (1851–1932) und Albert Louvet (1860–1936) als Ausstellungshalle zur Pariser Weltausstellung von 1900. Es besitzt eine 240 Meter lange und 20 Meter hohe Fassade mit ionischen Säulen. Im Gebäude finden bedeutende Kunst- und Gemäldeausstellungen statt. Im Westflügel ist der „Palais de la Découverte“ (Palast der Entdeckung) untergebracht, ein naturwissenschaftliches Museum, das zu praktischen Erkundungen einlädt und ein Planetarium betreibt.

Dem Grand Palais gegenüber steht der zur gleichen Zeit und zu gleichem Zweck von dem Architekten Charles Girault im neobarocken Stil der „Belle Époque“ errichtete „Petit Palais“. Der mit einem prunkvoll vergoldeten schmiedeeisernen Eingangstor und reichen Deckenmalereien ausgestattete halbrunde Bau, dessen Fassaden fast nur aus Fenstern bestehen, beherbergt es seit 1902 das städtische Museum der schönen Künste „Musée des Beaux-Arts de la Ville de Paris“.

Nahe dem Eiffelturm befindet sich seit 2006 das sehenswerte Musée du quai Branly für Völkerkunde. Mehrere naturkundliche Museen sind im Muséum national d’histoire naturelle zusammengefasst und befinden sich an verschiedenen Standorten, etwa im Bereich des Jardin des Plantes.

Bauwerke

Brücken

mini|hochkant=1.5| Neuf mit Île de la Cité]Die Seine fließt im Großraum Paris ab der Einmündung der Marne bei Vincennes im Pariser Becken in einem weiten Linksbogen von Südosten durch das Zentrum, um dann in einer engen Rechtskurve bei Boulogne-Billancourt sich wieder bis St. Denis nach Norden zu biegen und dabei noch einmal die City von Norden zu umfassen. Danach biegt sie in einem Bogen um Colombes/Villeneuve-la-Garenne erneut nach Nordwesten ab, um sich dann weiter Richtung Ärmelkanal zu schlängeln. Etwa 40 Brücken (Brücke, franz

( Textquelle: Wikipedia)

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