Karpaten Pflanzen Fundorte Gallerien Bilder

Arnika Arnica montana

Alpen-Seidelbast Daphne alpina

Karpaten Lein Blüte blau Linum extraaxillare

Einblütiges Hornkraut Blüte weiß Cerastium uniflorum

Berg-Nelkenwurz Frucht silbrig Geum montanum

Stern-Steinbrech Blüte weiß pink Saxifraga stellaris

Rotbuche Blatt rot braun Blüte Fagus sylvatica

Gemeine Fichte Zapfen rötlich Nadel grün Picea abies

Gemeine-Fichte Rinde grau Nadeln grün Picea-abies

Rotbuche Blatt rot grün Fagus sylvatica

Beschreibung von Karpaten

Topografie der Karpaten Gliederung der Karpaten 1. Äußere Westkarpaten,
2. Innere Westkarpaten,
3. Äußere Ostkarpaten,
4. Innere Ostkarpaten,
5. Südkarpaten,
6. Rumänische Westkarpaten,
7. Siebenbürgisches Becken,
8. Serbisches Erzgebirge Westkarpaten – Tatra – Gipfel Kežmarský štít, Slowakei – Tatra – Das „Tal der fünf polnischen Seen“, Polen Westkarpaten – Tatra – Gerlachspitze Gerlachovský štít, Slowakei Westkarpaten – Fatra – Westgipfel des Ostrá, Slowakei – Bieszczady – eine Polonina, Polen – Bieszczady – Gebirgsbach Wetlina „Sine Wiry“, Polen Frei lebender in der Nähe von Sinaia Rumänische Karpaten Baiu-Berge in Rumänien Bâlea, ein Gletschersee in den Făgăraș-Bergen in Rumänien, in einer Höhe von über 2. 000 m Moldoveanu-Gipfel in den rumänischen Karpaten Das ist vor allem wegen seiner Höhlen bekannt
Die Karpaten früher: Karpathen, tschech., slowak. und poln. Karpaty, ukrain. Карпати, rumän. Carpați, ungar. Kárpátok, serb. Карпати sind ein Hochgebirge in Mitteleuropa, Osteuropa und Südosteuropa. Sie bilden einen über 1. 300 km langen, 100–350 km breiten, nach Westen offenen Bogen, der bei Bratislava Pressburg und bei Wien als Fortsetzung der Alpen beginnt und an den Flüssen Morava, Nišava und Timok im Osten Serbiens endet.
Das höchste Massiv der Karpaten ist die Hohe Tatra mit dem Gerlachovský štít, 2. 655 m. ü. M., gleichzeitig auch der höchste Berg der Slowakei. Gefolgt wird es vom Făgăraș-Massiv Fogarascher Gebirge in den Südkarpaten mit der Moldoveanu-Spitze, 2. 544 m, höchster Berg Rumäniens. Neben den Alpen bilden die Karpaten das bestimmende Gebirgssystem in Mitteleuropa.
Anteil an den Karpaten haben Österreich, Tschechien, die Slowakei, Ungarn, Polen, die Ukraine, Rumänien und Serbien.
Name
Der Name Karpaten ist vorrömischen Ursprungs. Seine Herkunft ist umstritten. Zu den Vorschlägen gehören das indogermanische *kar- ‚loben‘ oder albanisch karpe ‚Fels‘ aus indogermanisch * s ker- ’schneiden‘. Die Form Karpaten wird in griechischen ó Karpátes oros bei Ptolemäus, 2. Jahrhundert n. Chr., tó Karpafon oros, römischen Carpates montes, Carpatae und mittellateinischen Texten Carpati montes, Alpes Bastarnicae Peutingeriana erwähnt und war für das Volk der Karpen im 2. Jahrhundert n. Chr. östlich der Ostkarpaten namengebend oder umgekehrt. Da der Name vorrömischen Ursprungs ist, sind ältere Ansichten, wonach der Name vom slawischen Wort chrb ‚Gebirgskamm‘ sein könnte, kaum haltbar.
In der römischen Zeit wurden die Karpaten nach den Sarmaten auch als Montes Sarmatici bezeichnet. In offiziellen Dokumenten des Königreichs Ungarn aus dem 13. und 14. Jahrhundert wurden die Karpaten als Thorchal, Tarczal, oder als Montes Nivium bezeichnet.
Gliederung
Die Karpaten werden in verschiedene Teile gegliedert. Üblich sind hierbei zwei Prinzipien: einerseits horizontal, andererseits vertikal.
Horizontale Gliederung
Diese ergibt sich aufgrund des Alters, der Gesteinsart und der Oberflächenart.

  • Die Äußeren Karpaten ziehen sich von Wien und von Bratislava über das Grenzgebiet zwischen Tschechien und der Slowakei, dann über das Grenzgebiet zwischen der Slowakei und Polen nördlich der Gebirge Malá Fatra, Tatra, Vihorlatské vrchy, dann über die meisten Waldkarpaten, über Teile Rumäniens bis zu einer Stelle nördlich von Bukarest. Höchster Berg ist der Babia Góra Frauenberg 1. 725 m.
  • Die Inneren Karpaten entsprechen den übrigen Karpaten. Vereinfachend kann man sagen, dass die Inneren Karpaten die höchsten Teile der Karpaten umfassen Tatra, Niedere Tatra, Slowakisches Erzgebirge, Nördliches Ungarisches Mittelgebirge, Rodnaer Gebirge, Retezatgebirge, Parâng-Gebirge, Harghita-Gebirge und so weiter. Die Inneren Karpaten werden in den Mittelslowakischen Block im Norden, den Ostkarpatischen Block und Südkarpatischen Block im Südosten, das Apuseni-Gebirge sowie in die vulkanischen Gebirge unterteilt. Die vulkanischen Gebirge Vihorlat, Bükk, Munții Calimani, Gurghiuer Gebirge, Harghita-Gebirge usw., die den innersten und jüngsten Teil des Karpatenbogens bilden, werden oft als eine eigenständige Gruppe die „innersten“ Karpaten ausgegliedert.

Vertikale Gliederung
Diese beruht auf geologisch-tektonischen, physiografischen und groben morphografischen Kriterien:

  • Westkarpaten: Diese entsprechen weitgehend dem Gebiet der Slowakei und den angrenzenden Gebieten Österreichs nordöstlichstes Österreich ab dem Wiener Becken, Tschechiens östliches Mähren, Polens südliches Polen, Landesteil Kleinpolen sowie Ungarns nördliches Ungarn. Die Grenze zu den Waldkarpaten Ostkarpaten im weiteren Sinne verläuft im Nordosten der Slowakei etwa entlang der Linie Bardejov–Michalovce. Der höchste Teil der Westkarpaten und zugleich der gesamten Karpaten ist die Tatra Gerlsdorfer Spitze mit. Die Äußeren Westkarpaten umfassen auch eine Serie von Gebirgen, die traditionell den Namen Beskiden tragen. Die Niederen Beskiden sk: Nízke Beskydy, pl: Beskid Niski in der Ostslowakei und in Polen gehören jedoch bereits zu den Äußeren Ostkarpaten.
  • Südostkarpaten auch: Ostkarpaten im weitesten Sinne :
    • Ostkarpaten im weiteren Sinne: Diese bestehen geomorphologisch aus den Ostbeskiden Gruppe aus Niedere Beskiden, Bieszczady, Bukovské vrchy, das ukrainische Galizien, den Ukrainischen Karpaten sk: Ukrajinské Karpaty, ua: Ukrajins’ki Karpaty und den Ostkarpaten im engeren Sinne. Die Bezeichnungen der einzelnen Hauptteile der Ostkarpaten sind recht umstritten. Die Ostbeskiden und die Ukrainischen Karpaten werden im deutschen Sprachraum eher frei auch als Waldkarpaten sk: Poloniny, ua: Lisysti Karpaty bezeichnet. Manchmal werden aber die Waldkarpaten auch mit den Ukrainischen Karpaten oder aber mit den Ostbeskiden gleichgesetzt, wobei bei den Ostbeskiden das zusätzliche Problem entsteht, dass diese selbst nicht genau abgegrenzt sind siehe unter Beskiden. Früher, aber häufig auch heute noch, werden sogar die gesamten Ostkarpaten im weiteren Sinne als Waldkarpaten bezeichnet. Folgt man – wie in der heutigen Geografie verbreitet – der ersten vorstehend genannten Unterteilung, so ergibt sich die folgende Einteilung der Ostkarpaten im weiteren Sinne:
      • Waldkarpaten: Die Waldkarpaten liegen in der Ostslowakei siehe oben, in Polen, der Ukraine sowie ein kleines Stück in Rumänien. Sie enden am Prisloppass in Rumänien. Ihre höchste Erhebung ist die Hoverla Gowerla, in der Ukraine, zugleich der höchste Berg der Ukraine.
      • Ostkarpaten im engeren Sinne: Diese liegen vollständig auf dem Gebiet Rumäniens, zwischen dem Prislop-Pass und dem Predeal-Pass. Mit dem Pietros erreichen sie. Viele Gebirgszüge sind vulkanisch siehe oben unter Innere Karpaten.
    • Südkarpaten auch: Transsilvanische Alpen, Siebenbürger Alpen : Sie folgen vom Predealpass aus nach Westen. Sie befinden sich in Rumänien und zum kleineren Teil in Serbien. Sie erreichen mit dem Moldoveanu 2544 Meter Höhe. Wichtigste Gebirge sind das Fogarascher Gebirge und das an Bergseen besonders reiche Retezatgebirge. Das Banater Gebirge ist der letzte Gebirgszug im Westen. Rumänien bezeichnet das Banater Gebirge und das Apuseni-Gebirge als Westkarpaten Carpații Occidentali.

Flora und Fauna
Die niedrigeren Lagen der Karpaten sind bewaldet. Die Waldgrenze schwankt zwischen 1. 150 m und 1. 900 m. Die Vegetation und die Tierwelt ähneln zum Teil derjenigen der Alpen.
Die rumänischen Karpaten überzieht das größte noch bestehende, geschlossene Waldgebiet Europas. Mehr als ein Drittel aller in Europa noch wildlebenden Großraubtiere – Braunbären, Wölfe und Luchse – ist hier beheimatet. Im Oberlauf des Argeș und in seinen Zuflüssen kommt oder kam endemisch der extrem seltene Groppenbarsch vor.
Wichtigste Flüsse mit den jeweiligen Ländern ihrer Quelle
In Österreich und Tschechien:

  • March

In Polen:

  • Wisła Weichsel
  • San Saan, Sayn
  • Wisłok Weisslog
  • Osława Oslawa
  • Wisłoka Wittewater
  • Dunajec Dunajez

In der Slowakei:

  • Váh Waag
  • Dunajec Dunajez
  • Hron Gran
  • Ipeľ Eipel
  • March
  • Nitra Neutra
  • Orava Arwa
  • Poprad Popper
  • Turiec Waag
  • Uh ukr. Usch

In der Ukraine:

  • Dnister rumän. Nistru
  • Pruth rumän. Prut
  • Sereth rumän. Siret
  • Theiß ungar. Tisza, serb., slowak. und rumän. Tisa
  • Stryj
  • Sbrutsch
  • Usch slow. Uh

In Ungarn

  • Ipeľ ungar. Ipoly

In Rumänien

  • Argeș
  • Bârsa Burzen
  • Bega serb. Begej
  • Buzău
  • Bistrița
  • Cibin Zibin
  • Dâmbovița
  • Jiu
  • Târnava Kokel
  • Kreisch rumän. Criș, ungar. Körös
  • Mara
  • Mieresch
  • Moldova
  • Alt rumän. Olt
  • Pruth rumän. Prut
  • Someș Somesch; ungar. Szamos
  • Temesch rumän. Timiș, serb. Tamiš

In Serbien

  • Mlava
  • Pek
  • Porečka
  • Timok

800px center Panoramabild vom Kreis Argeș, Südkarpaten
Tourismus
Turzii
Im Gegensatz zu den Alpen sind – mit Ausnahme der Tatra und der Prahova-Region – die Karpaten noch nicht sehr stark vom Tourismus geprägt. Verschiedene Regionen u. a. Poiana Brașov, Predeal sind dabei, sich zu touristischen Zentren auch für ausländische Gäste zu entwickeln.
Größere Städte

  • Banská Bystrica – Slowakei
  • Bielsko-Biała Bielitz-Biala – Polen
  • Bor – Serbien, liegt südlich der Donau, im Serbischen Erzgebirge
  • Brașov Kronstadt – Rumänien
  • Bratislava – Slowakei
  • Drobeta Turnu Severin – Rumänien
  • Košice – Slowakei
  • Miskolc – Ungarn
  • Mukatschewe Munkács – Ukraine
  • Nowy Sącz Neu Sandez – Polen
  • Ostrava – Tschechien
  • Petroșani – Rumänien
  • Piatra Neamț – Rumänien
  • Ploiești – Rumänien, gelegen am südlichen Fuße des Gebirges
  • Poprad – Slowakei
  • Prešov – Slowakei
  • Reșița – Rumänien
  • Sanok – Polen
  • Sibiu Hermannstadt – Rumänien
  • Sighetu Marmației – Rumänien
  • Suceava – Rumänien
  • Tschernywzy Czernowitz – Ukraine
  • Ushhorod – Ukraine
  • Vršac – Serbien
  • Zakopane – Polen
  • Žilina – Slowakei
  • Zlín – Tschechien

Schutzmaßnahmen
Im Jahr 2003 schlossen sich sieben Karpatenländer zusammen und beschlossen die Karpatenkonvention in dessen Rahmen eine Koordination der Schutzmaßnahmen stattfindet.
Am 24. Mai 2010 wurden in fünf Ländern unter Teilnahme von etwa 30 Nationalparks und Schutzgebieten der „Tag der Nationalparks in den Karpaten“ begangen, um das Gebiet einerseits bekannter zu machen, andererseits die Schutzwürdigkeit herauszustreichen. Naturschutz für einen Naturschatz: Tag der Karpaten im Pester Lloyd vom 20. Mai 2010 abgerufen am 28. April 2011
Siehe auch

  • Karpatenvorland

Mehr Orte auf Pflanzen-Bild