Cucurbitacine Pflanzen-Inhaltsstoffe Gallerien Bilder

Stachelbeergurke Frucht gelb grün Cucumis myriocarpus

Koloquinte Koloquintenkürbis reife Frucht grün Citrullus colocynthis

Koloquinte Frucht grün - Citrullus colocynthis

Zweihäusige Zaunrübe Frucht rot grün - Bryonia dioica

Garten-Kürbis Blüte gelb Cucurbita pepo

Beschreibung von Cucurbitacine

Cucurbitacine sind Bitterstoffe, die hauptsächlich in der Familie der Kürbisgewächse und Braunwurzgewächse zum Beispiel Bacopa monnieri vorkommen

Eigenschaften
Eine besondere Vergiftungsgefahr geht von Zier- und Wildkürbissen aus Durch Rückmutationen oder unkontrollierte Rückkreuzung kultivierter Kürbisse mit Wildkürbissen können die Cucurbitacine auch schwere, zum Teil tödlich verlaufende Lebensmittelvergiftungen verursachen Matthias Karl Bernhard et al : Cucurbitacin-Vergiftung durch Kürbisse – ein Fallbericht Kinder- und Jugendmedizin 2003
Die cytotoxische Wirkung wurde experimentell als Chemotherapeutikum in der Krebstherapie erprobt M S van Kester et al : Cucurbitacin I Inhibits Stat3 and Induces Apoptosis in Sézary Cells J Invest Dermatol 2008 PMID 18200050T Liu et al : Inhibitory effects of cucurbitacin B on laryngeal squamous cell carcinoma Eur Arch Otorhinolaryngol 2008 PMID 18309509 Außerdem wurde die Wirkung von Cucurbitacin als Lockstoff aus der Gruppe der Kairomone für einige Käferarten wie Diabrotica nachgewiesen R L Metcalf et al : Cucurbitacins as kairomones for diabroticite beetles PNAS 1980 77 : S 3769-3772, PMID 16592849
Chemisch gesehen gehören sie zur Gruppe der Tri-Terpenoide mit vier Ringschlüssen tetrazyklische Triterpene, aufbauend auf dem Grundgerüst des Gonan Die 40 natürlicherweise vorkommenden Cucurbitacine sowie andere synthetisch veränderte werden in 12 verschiedene Klassen eingeteilt, unter anderem in Abhängigkeit von ihrer Oxygenierung Bekannt sind die Cucurbitacine A bis S und die Norcucurbitacine Cucurbitacine können glykosyliert sein Eine Übersicht über Vorkommen und Wirkungen in: J C Chen et al : Cucurbitacins and cucurbitane glycosides: structures and biological activities Nat Prod Rep, 2005 22, S 386–399,
Unter den Gurken existieren zahlreiche Cultivare, die sich im Vorhandensein bzw Fehlen des Cucurbitacin C unterschieden Dies konnte bereits in frühen Untersuchungen auf einen einzelnen diallelischen Genlocus zurückgeführt werden Dabei führt das Allel Bi für „bitter“ zu Gurkenpflanzen, die unter Stressbedingungen bitter werden und an die 300 mg/kg Frischgewicht akkumulieren Dies gilt sowohl für die Frucht, das heißt die Gurke, als auch die gesamte Pflanze Daher ist die Fähigkeit zur Synthese von Cucurbitacin C bereits im Keimblattstadium ermittelbar Das Allel bi für „nicht bitter“ verhindert diese Akkumulation J M Andeweg, J W De Bruyn: Breeding of non-bitter cucumbers Euphytica 1959 : S 13–20, Seit dieser Entdeckung Ende der 1950er Jahre wird bis zum heutigen Tag der gesamte – zumindest mitteleuropäische – Markt von nicht-bitteren Gurken bestimmt

Siehe auch

  • Koloquinte

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