Archiveeinträge für heilen: Pfingstrose

Strauch-Pfingstrose Blüte gelb Paeonia suffruticosa

Pfingstrose Blüte rose Paeonia suffruticosa

Strauch Päonie Blüte purpurrot Paeonia suffruticosa

Strauch Päonie Blüte weiß Paeonia suffruticosa

Strauch Päonie Blüte weiß gelblich Paeonia suffruticosa

Gemeine Pfingstrose Blüte gefüllt weiß Paeonia officinalis

Pfingstrose Blüte rot Staude Paeonia officinalis

Klatschmohn rote Blüte Papaver rhoeas

Beschreibung von Pfingstrose

Die Pfingstrosen Paeonia, auch Päonien genannt, sind die einzige Pflanzengattung der Familie der Pfingstrosengewächse Paeoniaceae Diese Gattung umfasst 33 Arten Die bekanntesten Sorten sind Stauden, also ausdauernde krautige Pflanzen, deren oberirdische Sprosse im Winter absterben; daneben gibt es auch verholzende Arten und Sorten, die meistens als Halbsträucher, seltener als Sträucher wachsen Pfingstrosen, die man als Zierpflanzen in Parks und Gärten findet, sind fast immer Hybridsorten und keine reinen Arten
Beschreibung
Die vegetativen Pflanzenteile
Paeonia-Arten und -Sorten wachsen ausdauernde krautige Pflanzen, deren oberirdische Sprosse im Winter absterben; daneben gibt es auch verholzende Arten und Sorten, die meistens als Halbsträucher, seltener als Sträucher wachsen Die kleine Gruppe halbstrauchiger chinesischer Arten, bekannt als „Strauch-“ oder „Baum-Päonien“ bilden bis etwa 2,5 Meter lange Sprossachsen, die verholzen Alle Paeonia-Arten und -Sorten sind sommergrün Sie bilden als Überdauerungsorgane langlebige, ziemlich holzige Rhizome mit verdickten Wurzeln Die Keimung der Samen erfolgt hypogäisch Die wechselständig angeordneten Laubblätter sind relativ groß und gestielt Die zusammengesetzte Blattspreite ist doppelt dreiteilig Die Blattfiedern besitzen normalerweise einen gezähnt Rand oder sind gelappt Nebenblätter sind keine vorhanden
Die Blüten, Früchte und Samen
Strauch-Pfingstrose Paeonia lutea Die Blüten stehen endständig auf den Stängeln Die Blüte stehen über ein bis sechs Hochblättern Brakteen Die Blüten sind groß und sehen Rosenblüten etwas ähnlich Die zwittrigen Blüten variieren stark in der Anzahl ihrer Blütenorgane Es sind zwei bis neun Kelchblätter und vier bis 13 Kronblätter vorhanden In der Mitte der Blüte befinden sich viele bis zu 230, zentrifugal vermehrte, kurze Staubblätter Die Staubblätter verdecken beinahe die zwei bis fünf bis acht großen, freien Fruchtblätter, welche am Grunde eine als Nektarium dienende Scheibe, den „Diskus“, bilden Die Blütenhüllblätter besitzen meist Rosa- oder Rottöne, es existieren jedoch auch Arten mit weißen und gelben Blütenhüllblättern Die Sorten der Strauch- und Baumpäonien tragen die größten und prächtigsten Blüten aller Pfingstrosen Sie sind zumeist gefüllt, manchmal bis über 20 Zentimeter groß und besitzen gerüschte oder gekräuselte Kronblätter Die Blüten der Pfingstrose verbreiten einen intensiven Duft Es werden Balgfrüchte gebildet Die dunklen Samen sind mit einem Durchmesser von bis zu 1,3 Zentimeter relativ groß
Mikroskopische, biochemische Merkmale und Chromosomenzahl
Weitere anatomische Kennzeichen der Päonien sind verstreute sekretorische Zellen im Parenchym des Sprosses, corticale Leitbündel mit Tüpfel- oder Leitergefäßen, ringförmig angeordnete Leitbündel der Blattstiele, eine Cuticula aus Wachstubuli, diese vorwiegend aus Palmiton Keton der Palmitinsäure, und einzellige Haare Trichome Die Chromosomengrundzahl beträgt x=5 Die Chromosomen weisen eine Länge von 10 bis 15 µm auf Inhaltsstoffe sind Iridoide, ätherische Öle, Flavone und wie bei allen Saxifragales Myricetin und Tannine
Verbreitungsgebiet und Ökologie
Paeonia daurica in Südosteuropa Bis auf zwei an der Westküste Nordamerikas heimische stammen alle Arten der Pfingstrose aus den gemäßigten Klimazonen und subtropischen Klimazonen Eurasiens Einige Arten finden sich aber auch in stärker kontinentalen Gebieten Sibiriens und Ostasiens Paeonia anomala, Paeonia lactiflora, Paeonia obovata Verbreitungsschwerpunkt sind aber die subtropischen Bergregionen in Südeuropa, Kleinasien, Kaukasien und Ostasien Um Blütenknospen ausbilden zu können, benötigen die meisten Pfingstrosen-Arten eine kalte Ruhezeit im Winter Junge Blätter und Blütenknospen können dagegen durch Spätfröste geschädigt werden Dies gilt insbesondere für die Strauch-Päonien, die besonders früh austreiben Pfingstrosen wachsen überwiegend in Bergwäldern, einige Arten kommen auch in den Steppenregionen Osteuropas sowie Asiens vor z B Paeonia tenuifolia Die europäischen Pfingstrosen finden sich überwiegend auf kalkhaltigen Böden und wachsen zumeist in wenig geschlossenen Wäldern und Buschwaldregionen Die Echte Pfingstrose findet sich aber auch häufiger in subalpinen Rasengesellschaften der Südalpen Die Echte Pfingstrose, die aus den Bergregionen Südeuropas stammt, gilt in Bayern und zwar vor allem in Franken als stellenweise eingebürgert Aufgrund ihrer langen Kultivierungsgeschichte in Mitteleuropa würde man sie den ethelochor verschleppten Archäophyten zurechnen Die meisten europäischen Pfingstrosenarten sind nur von wenigen Standorten bekannt und gehören daher zu den gefährdeten Arten So besiedelt Paeonia clusii nur wenige Bergregionen Kretas, Paeonia cambessedessii die Gebirge an der Westküste Mallorcas,
Systematik
Äußere Systematik
Die Pfingstrosengewächse wurden im Laufe der Zeit an verschiedenen Stellen im Stammbaum der Bedecktsamer angesiedelt: Cronquist stellte sie u  a wegen der zentrifugalen Vermehrung Dédoublement der Staubblätter in die basale Ordnung Dilleniales der Dillenienähnlichen Dilleniidae, siehe Systematik nach Schmeil-Fitschen ; Tachtadschjan sah eine enge Verwandtschaft mit Glaucidium palmatum, das von APG II zu den Hahnenfußgewächsen gestellt wird, stellte Paeonia und Glaucidium jeweils in eine eigene Ordnung Paeoniales bzw Glaucidiales und ordnete beide der Unterklasse Hahnenfußähnliche Ranunculidae zu siehe Systematik der Bedecktsamer nach Tachtadschjan Die Angiosperm Phylogeny Group APG schließlich, nach deren Systematik sich die deutschsprachige Wikipedia richtet, rechnet die Päoniengewächse zur Ordnung der Steinbrechartigen Saxifragales siehe

( Textquelle: Wikipedia)

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