Archiveeinträge für heilen: Kartoffel

Kartoffel Blüte rosa Frucht grün Solanum tuberosum

Hunds-Rose Blüte hellrosa Rosa canina

Dessertbanane Frucht grün Blüte purpur Blatt Musa x paradisiaca

Großer Känguruapfel Kangaroo Apple Frucht orange Blatt grün Solanum laciniatum

Buschtomate Frucht orange Solanum ellipticum

Araucarie Blatt grün Araucaria araucana

Kartoffel-Rose Blüte rosa Rosa rugosa

Hunds-Rose Blüte zartrosa Rosa canina

Kartoffel-Rose Frucht rot Hagebutten Rosa rugosa

Beschreibung von Kartoffel

Kartoffelesser, 1885 Die Kartoffel Solanum tuberosum, in Teilen Deutschlands, Österreichs und der Schweiz auch als Erdapfel Herdöpfel oder Grundbirne Grumbeer und im restlichen deutschsprachigen Raum unter verschiedenen Regionalnamen bekannt, ist eine Nutzpflanze aus der Familie der Nachtschattengewächse Solanaceae, zu der auch Tomate, Paprika und Tabak gehören Das Wort Kartoffel leitet sich von, dem italienischen Wort für Trüffel ab, das wiederum vom lateinischen „terrae tuber“ abgeleitet ist Der Name der Süßkartoffel Ipomoea batatas leitet sich von der ähnlichen Verwendung und dem ähnlichen Aussehen der Knollen ab, nicht von einer Verwandtschaft Im allgemeinen Sprachgebrauch wird „Kartoffel“ für die unterirdischen Knollen verwendet Über diese Knollen kann sich die Pflanze vegetativ vermehren Die Samen werden in tomatenähnlichen Beeren gebildet, welche wie alle grünen Teile der Pflanze und die Keime der Knolle für Menschen ungenießbar bis leicht giftig sind Weltweit werden jährlich etwa 300 Millionen Tonnen Kartoffeln geerntet Die Kartoffel ist das viertwichtigste Nahrungsmittel der Welt; daneben aber auch Futtermittel und Industrierohstoff
Beschreibung
Unterer Teil einer Pflanze Die Mutterknolle ist dunkel gezeichnet Früchte der KartoffelpflanzeKartoffeln sind aufrecht oder kletternd wachsende, krautige Pflanzen, die über 1 m hoch werden können Die Sprossachse ist manchmal vierkantig, teilweise sogar geflügelt Unterirdisch oder knapp über der Oberfläche bildet die Pflanze knollentragende Stolone aus Die wechselständig stehenden Blätter sind unpaarig gefiedert, kurzstielig und werden 10 bis 30 cm lang und bis 15 cm breit Die Teilblätter sind leicht bis stark behaart, stehen sich gegenüber oder sind wechselständig, oft von unterschiedlichster Form und Größe Die größeren Teilblätter besitzen zum Teil eigene Blattstiele, sind zwischen bis 10 cm lang und bis 6 cm breit Sie sind eiförmig bis länglich-eiförmig, an der Spitze zugespitzt bis stark zugespitzt Die kleineren Teilblätter besitzen eine stumpfere Spitze, mit einer eher herzförmigen Basis, meist eiförmig bis kugelförmig und besitzen einen Durchmesser von bis 15 mm Die Blüten stehen in trugdoldenförmigen Blütenständen Die Blütenstandstiele sind bis 15 cm lang und behaart, die Blütenstiele sind ebenfalls behaart und bis 35 mm lang Der Blütenkelch ist glockenförmig, 5-lappig und hat einen Durchmesser von 1,5 bis 2 cm Die Kelchlappen sind spitz bis stark zugespitzt Die Kronblätter sind weiß bis blau, die Krone ist doppelt so lang wie der Kelch und hat einen Durchmesser von 3,5 bis 4 cm Die gelben Antheren stehen frei, aufrecht und porig Die Frucht ist eine gelblich-grüne, zweikammerige Beere mit vielen Samen James A Duke: Solanum tuberosum L In: Handbook of Energy Crops 1983, unveröffentlicht Die Keimung erfolgt epigäisch Am Beginn treten nur die Wurzelanlage und das Hypokotyl aus der Samenschale hervor, während die Keimblätter zunächst noch in ihr verbleiben Erst später verlassen auch sie die Samenschale, ergrünen und werden zu den ersten Assimilationsorganen Die zunächst gebildeten Primärblätter sind noch einfacher gebaut als die später gefiederten Folgeblätter W Troll: Praktische Einführung in die Pflanzenmorphologie Erster Teil VEB Gustav Fischer Verlag, Jena 1954, S 226-230 ohne ISBN An den basalen Teilen des Sprosses treiben Achselknospen aus, die in den Boden eindringen und dort waagrecht plagiotrop ausläuferartig weiterwachsen und zu den Stolonen werden Anstatt Laubblättern tragen sie Schuppenblätter Die Enden dieser Ausläufer verdicken sich und wandeln sich in die Knollen um Es handelt sich hierbei um ein primäres Dickenwachstum Es sind also Sprossknollen Die Knolle besitzt nur kleine, schuppenartige Blätter, die jedoch hinfällig sind, also früh abfallen In den Achseln der Blattnarben sitzen die Knospen hier Augen genannt, aus denen die Knolle nach der Ruhephase wieder austreibt Die Knolle ist polar differenziert: Die Basis, das der Mutterpflanze zugewendete Ende, wird Nabelende genannt Es ist die Ansatzstelle des Ausläufers, der nach Reifung der Knolle zugrunde geht An der Spitze sitzt die Endknospe in einer grubenartigen Vertiefung Beim Wiederaustrieb wächst bevorzugt die Endknospe aus, die dann senkrecht orthotrop wachsend einen Luftspross bildet In den grünen Pflanzenteilen der Kartoffel konzentrieren sich Alkaloide, unter anderen Solanin, die eine natürliche Abwehrbarriere zum Beispiel gegen Bakterien und Insekten bilden Aus diesem Grund sind Kartoffeln, die im Licht gelagert grün geworden sind, nicht mehr genießbar Datei:Aardappel blad Solanum tuberosum jpg BlattDatei:Doré Solanum tuberosum jpg HabitusDatei:Solanum tuberosum 02 jpg KartoffelknollenDatei:SolanumTuberosumYoungTuber jpg Junge Knolle am StolonDatei:Kartoffelbluete 2010-06-12 jpg BlütenFile:Modell der Blüte von Solanum tuberosum Kartoffel -Osterloh Nr 16- jpg Modell einer Kartoffelblüte, Botanisches Museum Greifswald
Genom
Das Potato Genome Sequencing Consortium, ein Team aus 29 Forschungsgruppen aus 14 Ländern, begann im Januar 2006 mit der Arbeit an der Sequenzierung Am 10 Juli 2011 wurde das Genom der Kartoffel in Nature veröffentlicht Es enthält mehr als 39 000 Protein-kodierende Gene Die Kartoffel hat 12 Chromosomen Einige Sorten sind tetraploid und andere diploid Die Sequenzierung des Genoms soll es Züchtern ermöglichen, Ertrag, Qualität, Nährwert und Krankheitsresistenz zu verbessern Auch soll die Zeit zur Kreation neuer Sorten derzeit 10-12 Jahre verkürzt werden Die wichtigste Entdeckung sind über 800 Krankheitsresistenzgene, von denen jedes potenziell zur Bekämpfung wichtiger Krankheiten wie Goldnematoden oder Kartoffelfäule eingesetzt werden kann “Potato Genome Sequence is the cover story in the journal Nature” Potato Genome Sequencing Consortium, 10 Juli 2011 Chloe McIvor: All eyes on the potato genome Nature, 10 Juli 2011
Herkunft
Ursprüngliche Herkunft
Die heute kultivierten Kartoffeln stammen von verschiedenen Landsorten ab, die in den Anden vom westlichen Venezuela bis nach Argentinien und der Insel Chiloé bzw dem Chonos-Archipel im Süden von Chile vorkommen Auf Chiloé fand man die ältesten bekannten Spuren von wilden Kartoffeln, man schätzt ihr Alter auf 13 000 Jahre Die chilenischen Landsorten stammen ihrerseits jedoch vermutlich von den peruanischen Andensorten Solanum tuberosum ssp andigena ab, wahrscheinlich nach Hybridisierung mit der Wildart Solanum tarijense, die in Bolivien und Argentinien zu finden ist David M Spooner, Karen McLean, Gavin Ramsay, Robbie Waugh, und Glenn J Bryan: A single domestication for potato based on multilocus amplified fragment length polymorphism genotyping In: Proceedings of the National Academy of Science of the United States of America Volume 102, 2005 Seiten 14694-14699 In dem lange Zeit als Ursprungsland der Kartoffel angesehenen Peru gibt es wiederum mehr als 000 endemische Kartoffelsorten Die meisten können nur in den peruanischen Anden angebaut werden, weil sie aufgrund ihrer geologischen und klimatischen Ansprüche in anderen Weltgegenden nicht gedeihen Centro Internacional de la Papa: Papas nativas poseen ventajas comparativas que deben ser aprovechadas 2006 Der Hauptunterschied der Andenkartoffel zu den in anderen Anbaugebieten kultivierten Sorten besteht darin, dass sie an andere Lichtverhältnisse Tag- und Nachtzyklus angepasst ist
Kultivierung
Kartoffelanbau, ca 1910, Kaiserreich Kartoffelernte in der Wann, wie und durch wen die Kartoffel nach Europa kam, ist bis heute nicht genau geklärt Auf ihrem Weg von Südamerika nach Spanien machte die Kartoffel Zwischenstation auf den spanischen Kanarischen Inseln Dies ist bekannt, weil im November 1567 drei Fässer, die Kartoffeln, Orangen und grüne Zitronen enthielten, von Gran Canaria nach Antwerpen, und im Jahre 1574 zwei Fässer mit Kartoffeln von Teneriffa via Gran Canaria nach Rouen verschifft wurden Geht man davon aus, dass mindestens fünf Jahre nötig waren, um so viele Kartoffeln zu erhalten, dass sie zum Exportartikel werden konnten, so fand die Einbürgerung der Pflanze auf den Kanaren spätestens 1562 statt Der früheste Beleg für die Kartoffel in Spanien findet sich in den Büchern des Hospital de la Sangre in Sevilla, das im Jahre 1573 Kartoffeln eingekauft hat Man nimmt an, dass die Kartoffel Spanien frühestens 1564/65 und spätestens 1570 erreicht hat, da ansonsten der Botaniker Clusius, der das Land 1564 auf der Suche nach neuen Pflanzen bereiste, sie wohl bemerkt hätte Von Spanien aus gelangte die Kartoffel nach Italien und breitete sich dann langsam auf dem europäischen Festland aus Auf die britischen Inseln soll die Kartoffel ohne den Umweg über Spanien gelangt sein Wer die Kartoffel dorthin gebracht hat, ist nicht geklärt Francis Drake war es jedenfalls nicht, wahrscheinlich auch nicht Walter Raleigh oder Thomas Harriot, Namen, die immer wieder in diesem Zusammenhang genannt werden Erstmals belegt ist die Kartoffel in England im 1596 in London erschienenen Katalog der Pflanzen, die der Botaniker John Gerard in seinem Garten in Holborn züchtete Jos A Massard: 300 Jahre Kartoffel in Luxemburg: I Europa entdeckt die Kartoffel II Grundbirne, Grompir, Gromper: die Kartoffel erobert Luxemburg III Die Kartoffel in Luxemburg im 19 Jh Lëtzebuerger Journal 2009, Nr 15 22 Jan : 23; Nr 16 23 Jan : 10, Nr 17 24 /25 Jan : 11; Nr 18 27 Jan : 23, Nr 19 28 Jan : 21; Nr 20 29 Jan : 9, Nr 21 30 Jan : 21 Text mit Referenzen Nach Europa wurde die Kartoffel vielfach wegen der schönen Blüte und des üppigen Laubes als reine Zierpflanze importiert und als seltene Pflanze in botanische Gärten aufgenommen Mitte des 16 Jahrhunderts tauchte sie in den Niederlanden, in Italien und in Burgund auf In Deutschland sollen die ersten Kartoffeln während der Regierung Ferdinand III 1647 in Pilgramsreuth Oberfranken angebaut worden sein Im Kloster Seitenstetten in Niederösterreich verfasste der Benediktinerabt Caspar Plautz ein Kochbuch mit Kartoffelrezepten, das bereits 1621 in Linz erschien Honorius Philoponus Pseudonym von Caspar Plautz, Nova Typis Transacta Navigatio Novi Orbis Indiae Occidentalis, 1621 Der Anbau in großem Stil begann 1684 in Lancashire, 1716 in Sachsen, 1728 in Schottland, 1738 in Preußen und 1783 in Frankreich Außerhalb tropischer, arktischer und subarktischer Klimazonen wird die Kartoffel heute weltweit angebaut Nachdem sich ihre Kultur in Europa durchgesetzt hatte und die Kartoffel zu einem Grundnahrungsmittel geworden war, brachten Europäer sie überall mit, wo sie später Fuß fassten Im Einzelhandel werden heute neben den einheimischen Kartoffeln auch solche aus Sizilien, von den Kanarischen Inseln, aus Ägypten oder aus Südafrika angeboten Auf Teneriffa oder auf Madeira wachsen Kartoffeln unter Palmen und neben Bananengärten Dort sind zwei Ernten im Jahr möglich, der Export erfolgt vornehmlich in die Staaten der Europäischen Union Aus Gründen des Ertrags werden Kartoffeln im Alpenraum nur noch selten bis auf 000 Meter Höhe angebaut Eine dieser Anbauinseln ist der Lungau Österreich, wo unter der Bezeichnung „Lungauer Eachtling“ auf 150 ha verschiedene Sorten angebaut werden Lungauer Eachtling

( Textquelle: Wikipedia)

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