Archiveeinträge für heilen: Juglans regia

Echte-Walnuss Blatt Frucht grün Juglans regia

Gewöhnlicher Walnussbaum Frucht grün Juglans regia

Echte Walnuß Baum Rinde Frucht grün silber grau Juglans regia

Echter Walnuss Baum Blatt Frucht grün Juglans regia

Kleinfrüchtige Walnuss Baum grün braun Juglans microcarpa

Echte Walnuss Baum Blatt Frucht grün Juglans regia

Echte Walnuss Blütenrispe Frucht grün Juglans regia

Echter Walnuss Baum Blatt grün Juglans regia

Beschreibung von Juglans regia

Die Echte Walnuss Juglans regia ist ein sommergrüner Laubbaum aus der Familie der Walnussgewächse Juglandaceae. Sie wird in der Umgangssprache meist verkürzt als Walnuss oder Walnussbaum bezeichnet, regional auch als Baumnuss Schweiz oder Welschnuss Österreich. Der gelegentlich benutzte Begriff Persische Walnuss ist der englischen Bezeichnung „Persian Walnut“ angelehnt. Der Baum ist durch die wirtschaftliche Nutzung seiner Früchte, der Walnüsse, und seines Holzes als Furnier allgemein bekannt.

Gesundheitlicher Nutzen
Je nachdem, ob frisch oder getrocknet, haben Walnusskerne einen Fettanteil von 42 bis 62,5 Prozent, 11 bis 16 Prozent Eiweiß, 15 bis 23 Prozent Kohlenhydrate. Walnüsse verfügen über den höchsten Gehalt an Linolensäure einer für das Herz gesunden Omega-3-Fettsäure unter allen Nussfrüchten 7490 mg/100 g. Darüber hinaus sind sie reich an Tocopherolen, eine Gruppe von vier verschiedenen Vitamin-E-Formen. Dazu ist diese Frucht reich an Zink ein wichtiges Spurenelement unter anderem für Leber und Haare und Kalium unter anderem für den Herzmuskel, außerdem enthält sie Magnesium, Phosphor, Schwefel, Eisen, Calcium und die Vitamine A, B1, B2, B3, C und Pantothensäure. Der Brennwert von 100 g verzehrbarem Anteil liegt bei 2738 kJ. Ein Vergleich der Brennwerte und Fettgehalte von Nüssen findet sich unter Nussfrüchte.
In einer Untersuchung über Mittelmeerdiäten wurde festgestellt, dass die Früchte eine gegen Diabetes Typ2 schützende Wirkung besitzen. Auch zeigen neuere Untersuchungen, dass schon neun Walnüsse täglich und ein Teelöffel Walnussöl den Körper vor zu hohem Blutdruck in Stresssituationen schützen können. In Kombination mit Leinöl sollen sich Walnüsse zudem auch positiv auf den Zustand der Blutgefäße auswirken. Darüber hinaus scheinen Walnüsse nicht nur Herz-Kreislauferkrankungen entgegenzuwirken, sondern auch Prostatakrebs zu bremsen.
Als Heildroge werden die getrockneten, von der Spindel befreiten Fiederblätter verwendet Folia Juglandis und die frischen, grünen Fruchtschalen Cortex Juglandis nucum.
Sie enthalten reichlich Gerbstoffe Ellagitannine, Flavonoide, Phenolcarbonsäuren, geringe Mengen ätherisches Öl und reichlich Vitamin C.
Besonders in den Fruchtschalen sind Naphthochinon- Derivate wie Juglon und Hydrojuglon enthalten.
Die Droge aus Blättern wird äußerlich als Adstringens für Bäder, Spülungen und Umschläge bei Hautleiden wie Akne, Ekzeme, Scrophulose sowie gegen übermäßige Schweißabsonderung eingesetzt.
Die Droge aus den Fruchtschalen wird gern zum Braunfärben von Haut und Haaren verwendet. Da der Gehalt an Juglon nicht näher bekannt ist, und bei dieser Verbindung zellschädigende Eigenschaften festgestellt wurden, wird von einer regelmäßigen Anwendung abgeraten.

Sonstige Nutzungen
Halbreife Nüsse und im Frühsommer geerntetes Laub haben einen Gehalt an Vitamin C von bis zu Prozent und gehören damit zu den Vitamin-C-reichsten Pflanzenteilen in Mitteleuropa. So fanden sie schon seit der Antike vielseitige medizinische Verwendung. Ihre Extrakte werden noch heute in der Naturheilkunde eingesetzt. Sie sollen unter anderem bei Anämie, Diabetes mellitus, Durchfall, Darmparasiten, Frostbeulen, Hautgeschwüren und Wunden helfen. Ihnen wird eine antiseptische, wurmtreibende, tonische, blutreinigende und narbenbildende Wirkung nachgesagt.
Der aus der grünen Umhüllung der Nüsse hergestellte Extrakt eignet sich als Tönungsmittel für braune Haare oder als Färbemittel für Holz in Form der Nussbeize oder auch als Gerbmittel. Auch als braunes Textilfärbemittel wurde die Umhüllung seit römischer Zeit genutzt. Verantwortlich hierfür ist der Inhaltsstoff Juglon. Die Nussbaumrinde eignet sich gleichfalls als Beiz- und Färbemittel. Zusätzlich wird sie auch in der Weinbrandindustrie als Alterungsmittel oder Zusatz für die Erzielung eines gewünschten Weinbrand-Typs eingesetzt Typage.
Gemahlene Walnussschalen werden teilweise in Form von Granulat als Strahlmittel für Oberflächenbehandlungen eingesetzt. Hierdurch kann eine schonende Reinigung wenig verschmutzter, empfindlicher Oberflächen zum Beispiel bei Buntmetall, Gummiwerkzeugen oder Elektroteilen erreicht werden. Eine weitere Einsatzmöglichkeit existiert bei der Restaurierung von hölzernen Kunstwerken, wo durch die Bestrahlung Lackreste entfernt und eine offenporige Holzstruktur wiedergewonnen werden sollen. Ebenso finden sie feiner granuliert als Reinigungskörper in Handwaschpasten Verwendung.
Aus den noch grünen Nüssen wird in Italien ein spezieller Likör hergestellt der Nocino. Auch in Kroatien und Bosnien und Herzegovina wird aus den noch grünen Nüssen ein Likör hergestellt, der Orahovac.

Besondere Eigenschaften
Der Boden unter Walnussbäumen ist meist nicht bewachsen, vorhandene Unterpflanzen kümmern stärker, als die Beschattung hierfür verantwortlich wäre. Der Baum gibt Hemmstoffe ab, die verhindern, dass andere Pflanzen in Konkurrenz um die Nährstoffe gedeihen. Diese biochemische Abwehr wird als Allelopathie bezeichnet. Die Blätter des Walnussbaums sind besonders gerbstoffreich, sie bauen sich langsamer ab als anderes Laub und werden auch von den meisten Insekten eher gemieden. Nussbäumen wird außerdem die Eigenschaft zugeschrieben, Fliegen zu vertreiben, so dass sie häufig in Bauernhöfen neben dem Misthaufen gepflanzt wurden.
Der Baum reagiert sehr variabel auf Schnittmaßnahmen zu unterschiedlichen Terminen. Wird im Frühjahr geschnitten, tritt ein starker und langanhaltender Saftfluss ein oft als „Verbluten“ beschrieben. Er lässt sich mit Hilfsmitteln nicht stillen, endet jedoch nach längerer Zeit durch Wundheilung von selbst. Um übermäßiges Bluten der Bäume zu vermeiden, können Schnittmaßnahmen auch im Spätsommer zeitlich mit der Süßkirschenernte erfolgen, hier setzt die Wundheilung sehr viel schneller ein.

( Textquelle: Wikipedia)

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