Archiveeinträge für heilen: Birken

Hänge Birke Blüte gelb Betula pendula

Hänge Birke Blatt Blüte grün Betula pendula

Hänge-Birke Rinde weiß Betula pendula

Hänge-Birke Rinde Schnee weiß Betula pendula

Moor-Birke Rinde weiß Betula pubescens

Moor-Birke Stamm weiß Betula pubescens

Papier-Birke Rinde weiß Betula papyrifera

Rote China-Birke Rinde rötlich Betula albosinensis

Sandbirke Rinde Stamm weiß Betula pendula

Birke Blatt grün Rinde weiß Betula

Beschreibung von Birken

Die Birken lat Betula bilden eine Pflanzengattung in der Familie der Birkengewächse Betulaceae Birken sind oft Pionierpflanzen auf freien Flächen und Einzelexemplare können ein Alter von bis zu 160 Jahre erreichen
Beschreibung
links 150px Zweig einer Birke im Querschnitt
Vegetative Merkmale
Birken-Arten sind laubabwerfende, also sommergrüne Bäume oder Sträucher Sie gehören zu den sehr schnell und hoch wachsenden Gehölzen und können schon nach sechs Jahren Wuchshöhen von bis zu Metern erreichen Ausgewachsen können sie bis zu 30 Meter, in Einzelfällen sogar noch höher werden Sie wachsen mit einzelnen, oder oft auch mit mehreren Stämmen Bei vielen Birken-Arten ist die Borke besonders auffällig, ihre Farben reichen von fast schwarz über dunkel und hell braun bis weiß; sie ist anfangs glatt, später lösen sich dünne, oft papierartige Stücke ab und schließlich reißt sie vertikal auf Es sind oft deutliche, meist dunkle Lentizellen vorhanden, die sich manchmal horizontal vergrößern Das leichte und je nach Art weiche bis mehr oder weniger harte Holz ist fast weiß bis rötlich-braun mit feiner Maserung Bei jungen Zweigen können Lang- und Kurztriebe unterschieden werden Die Zweige duften manchmal Bei den Winterknospen überlappen sich mehrere glatte Schuppen links 150px Laubblätter von Birke Betula chinensis Die wechselständig, meist zweireihig, oft an Kurztrieben angeordneten Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert Die je nach Art mit Längen 0,5 bis 10 selten bis 14 Zentimeter und Breiten von 0,5 bis Zentimeter eiförmigen bis deltaförmigen, elliptischen oder fast kreisförmigen Blattspreiten sind kahl bis unterschiedlich behaart, manchmal harzig-drüsig Es liegt Fiedernervatur vor Die Blattränder sind je nach Art gesägt bis meist doppelt gesägt oder seltener bei den nordischen Zwergstrauch-Arten gewellt bis leicht rundlich gelappt Die Nebenblätter fallen oft früh ab Datei:Brzoza nadrzeczna Betula utilis var jacquemontii RB2 JPG Kätzchen der Himalaya-Birke Betula utilis Datei:Gray birch pinecones jpg Reifer Fruchtstand der Grau-Birke Betula populifolia Datei:Betula lenta jpg Reifer Fruchtstand der Zucker-Birke Betula lenta Datei:Birkensamenp jpg Geflügelte Nussfrucht der Hänge-Birke Betula pendula Durch die kleinen Flügel werden die Früchte über weite Strecken transportiert
Generative Merkmale
Alle Birken-Arten sind einhäusig getrenntgeschlechtig monözisch Die Blütenstände heißen Kätzchen, wobei an den Zweigen die weiblichen unterhalb der männlichen stehen Die männlichen Blütenstände hängen einzeln zu in kleinen Gruppen meist an den Enden der Zweige Sie werden in der vorangegangenen Vegetationsperiode gebildet und sind schon während des Winters zu sehen In den männlichen Kätzchen befinden sich je Schuppe immer drei Blüten Die männlichen Blüten enthalten nur meist zwei bis drei ein bis vier Staubblätter mit nahe ihrer Basis bis fast zu den Staubbeuteln geteilten Staubfäden Alle Birken werden windbestäubt Anemophilie, deshalb geben sie in der Blütezeit von Ende März bis Ende April große Mengen an Pollen frei Die haltbaren, weiblichen Blütenstände stehen meist einzeln aufrecht und sind eiförmig bis zylindrisch Gleichzeitig mit dem Beginn des Austreibens der Laubblätter bilden sich die weiblichen Blütenstände voll aus, die vorher in Knospen geschützt waren In den weiblichen Kätzchen befinden sich je Schuppe Tragblatt selten eine bis meist drei Blüten Die aufrechten bis hängenden Fruchtstände besitzen verdickte und ledrige aber nicht verholzte Schuppen Die Schuppen fallen meist beim Freilassen der Samen einzeln ab, oder bei wenigen Arten verbleiben sie über den Winter im Fruchtstand Es werden geflügelte Nussfrüchte Samara gebildet An zwei Seiten der Samen befinden sich häutige, mehr oder weniger breite Flügel Die Reife der Früchte erfolgt von September bis Oktober Die Chromosomengrundzahl beträgt x = 14
Ökologie
Viele Vogelarten sind auf Birken angewiesen, z  B dienen dem Birkenzeisig und dem Birkhuhn Knospen und Samen der Birke als wichtige Winternahrung Der Baum selbst ist Lebensraum für zahlreiche Pilze, Flechten und Moose, sowie für Insekten und Säugetiere Einige leben als Parasiten oder in Symbiose in, an und auf der Birke Fast hundert Arten Schmetterlingsraupen siedeln auf Birken Helmut Hintermeier: Der Liguster und seine Gäste, in Allgemeine Deutsche Imkerzeitung, November 2008, Seiten 30,31 Birken auf einer Birkengruppe in Niedersachsen Birkenwald in Finnland mit Herbstlaub
Vorkommen
Die bis zu 100 Birken-Arten kommen auf weiten Teilen der Nordhalbkugel, in Europa, in Nordamerika besonders an deren Ostküsten und in Asien bis Japan vor Birken stellen nur geringe Ansprüche an Boden und Klima Birken gedeihen sowohl auf trockenen wie nassen Böden, in Heidegebieten, auf Dünen wie auf Moor
Bedeutung für Pollenallergiker
Birkenpollen stellen ein hochpotentes Allergen dar Der Anteil jener Allergiker, die speziell auf Birkenpollen reagieren, stieg in den letzten 20 Jahren laut HNO-Klinik der Universität Wien von 35 % auf 50 % aller Pollenallergiker an Trotzdem werden Birken aufgrund ihrer schönen weißen Färbung gerne auch in Städten als Alleebäume gepflanzt
Die Birke als Nutzbaum
Birken-Arten werden auch aufgrund ihrer weißen Färbung der Borke gerne als Zierpflanze in Gärten, Parks und Alleen gepflanzt links hochkant=0 Birkenholz
Holzverwendung
→ Hauptartikel: BirkenholzAls Holzlieferanten werden in Mitteleuropa vor allem die Sand- und die Moor-Birke genutzt Sie bilden als Splintholzarten keinen Kernholzbereich und somit keinen Farbkern aus Das Holz ist entsprechend gleichmäßig gelblichweiß, rötlichweiß oder hellbräunlich gefärbt und besitzt einen seidigen Glanz Als typische Farbeigenschaft besitzt das Holz fleckenartige Hell-Dunkel-Lichteffekte, die durch Unregelmäßigkeiten im Faserverlauf entstehen Bei älterem Holz kann ein gelblich-roter bis brauner Falschkern ausgebildet sein Die Jahresringe sind durch schmale und dichte Spätholzstreifen abgegrenzt Im Gesamtcharakter entsteht ein hellfarbiges und schlichtes, je nach Faserverlauf sehr dekoratives Nutzholz Besonderheiten stellen die vor allem bei der Sand-Birke vorkommenden Flammen- und Eisbirkenmuster dar, die auf stark unregelmäßige Faserverläufe zurückzuführen sind Zum teuersten Holz der Birken gehört das Meserholz der Karelischen Maser-Birke, deren charakteristische Maserung durch dunkle halbmondförmige Einlagerungen und besonders wilde, unregelmäßige Strukturen sich auszeichnet Birkenholz kann wegen seiner geringen Tragkraft kaum als Bauholz verwendet werden Es ist ein leichtes Holz und dabei sehr haltbar Es ist sehr resistent gegen Trockenheit und Feuchtigkeit, weshalb es in der Wagnerei und Tischlerei einst sehr geschätzt war Man stellte daraus unter anderem Holzschuhe, Deichseln, Leitern, Fassreifen, Tische, Stühle und Wäscheklammern her In skandinavischen Ländern wird das Holz der Maserbirke für Messergriffe u  ä verwendet Hochwertiges Birkenholz eignet sich zur Herstellung von Furnier Ferner wird Birke in großen Mengen zu Sperrholz verarbeitetAuch als Brennholz ist es als dekoratives Kaminholz beliebt Dank der ätherischen Öle brennt Birkenholz sogar in frischem Zustand Birkenrinde ist gut als Zunder und zum Entzünden eines Feuers geeignet
Borke und Reisig
Borke der Betula papyrifera Kanu aus Birkenrinde Auch die Rinde, das sogenannte Birkenleder, fand früher einen vielfältigen Gebrauch, etwa für Spanschachteln Besonders in Finnland wurden daraus auch Schuhe, Rucksäcke und andere Gegenstände hergestellt Vorratsbehälter für Mehl, Tee und speziell Brot, wie sie in Sibirien hergestellt und benutzt wurden und wieder werden, sind in den letzten Jahren auch hierzulande erhältlich, vor allem in ökologischen Läden und über den entsprechenden Versandhandel Diese Behälter nutzen die antiseptischen Eigenschaften der Birkenrinde Ein anschauliches Beispiel für die vielfältige Nutzung der Birkenrinde zur Herstellung von Kanus, Behältern und Gefäße, als Wandmaterial ihrer Wigwams und als Schreibuntergrund für Zeichnungen und Symbole, bis hin zum Totenkleid bei der Bestattung bilden die nordamerikanischen Mi’kmaq, ein indianisches Volk im Nordosten Kanadas und der USA Der obere Teil der in zwei Schichten gegliederten Rinde wurde zur Herstellung von Birkenteer und Birkenöl verwendet Der untere Teil ist essbar und kann wie Spaghetti zubereitet werden Das aussterbende ländliche Handwerk verwendet die Birke auf vielseitige Weise Der Besenbinder stellt aus ihren Ästen und Zweigen, den sogenannten Besenreisern, einen für grobe Pflasterung kaum zu übertreffenden Besen her Buschbinder bündeln bevorzugt Birkenreisig zu befestigenden Elementen für den Deich- und Wasserbau Holzschnitzer verwenden die Wurzelstöcke Da diese viele verknorpelte Wurzelansätze haben, werden daraus gerne Bierkrüge mit Deckel hergestellt Auch der Spänemacher war auf die Birke angewiesen Späne und Schleißen aus diesem Holz sind die besten, da sie kaum Rauch entwickeln Diese wurden im Winter beim Kirchgang zum Leuchten verwendet Büschel aus Birkenzweigen werden in der finnischen und russischen Sauna als Badequast russ Wenik, finn vihta bzw vasta zum Abschlagen des Körpers verwendet Daneben war die Birkenrute, ein zusammengebundenes Bündel entblätterter Birkenzweige, das jahrhundertelang beliebteste Züchtigungsinstrument in Mitteleuropa, Nordeuropa und Nordasien
Inhaltsstoffe
Die Blätter Betulae folium der meisten Birkenarten enthalten nennenswerte Mengen an Flavonoiden, Saponinen, Gerbstoffen, ätherischen Ölen und Vitamin C Die Rinde enthält Phytosterine sowie Terpene wie Betulin, Betulinsäure und Lupeol; der Rindensaft und a Invertzucker, sodass dieser auch vergoren werden kann In Finnland wird der Zuckeraustauschstoff Xylitol aus Birken gewonnen In Mitteleuropa wurde vor allem die heimische Sandbirke bereits historisch in der Volksmedizin genutzt Ihre Bestandteile gelten insbesondere als blutreinigend, harntreibend und anregend, weshalb sie heute in der Pflanzenheilkunde Phytotherapie Verwendung findet Birken lieferten den ersten Kunststoff der Menschheitsgeschichte, das aus Birkenrinde durch Trockendestillation gewonnene Birkenpech, das als Klebstoff sowohl Neandertalern als auch dem modernen Menschen Homo sapiens der Cro-Magnon-Epoche bei der Herstellung von Werkzeugen diente links 150px Anzapfen von Birken zur Gewinnung von Birkensaft Verwendet werden die Blätter, die Blattknospen und der Birkensaft durch Anzapfen gewonnen Sammelzeit für Blattknospen ist März, für Birkensaft März bis Mai und für Blätter Mai bis Juni Die Birke als Symbol der Fruchtbarkeit galt früher als Helfer in Liebesnöten Dieser Verwendungszweck ist heute fast vergessen Ihre Zweige, Rinde und die Blätter mussten für allerlei obskure Mittel und Bräuche herhalten, von denen man sich eine Besserung in sexuellen Nöten erhoffte Bekannter ist heute die Birke als Helfer in der Kosmetik Durch das Abzapfen des Stammes oder Anschneiden von Ästen wird der für wenige Wochen im Frühjahr fließende Birkensaft gewonnen Er soll gegen Haarausfall gut sein Auch reinigte man mit Birkensaft schlecht heilende Wunden und verwendete ihn gegen Ausschläge und Schuppen Vornehmlich im letzten Jahrhundert wurde Birkensaft zur Herstellung von Birken-Haarwasser verwendet Der Saft kann äußerlich angewandt oder direkt getrunken werden Da der Saft zuckerhaltig ist, lässt er sich in vergorener Form als Birkenwein genießen, ein heute noch in Russland beliebter bäuerlicher Rauschtrunk Der Birkenwein wurde auch als Stärkungsmittel für impotente Männer verwendet Doris Laudert: Mythos Baum BLV, München 2004, S 63 Eine intensive Nutzung des Birkensaftes kann jedoch zu Schäden und Infektionen am Baum führen Auch Auszüge aus den Blättern sollen helfen In der Heilkunde finden die Blätter aufgrund ihrer harntreibenden Wirkung bei Rheuma, Gicht und Wassersucht Verwendung hochkant Borke der China-Birke Roten China-Birke Betula albosinensis hochkant Borke von Betula costata hochkant Borke von Betula dahurica hochkant Borke von Betula ermannii hochkant Borke von Betula lenta hochkant Borke von Betula nigra hochkant Borke von Betula platyphylla hochkant Borke der Betula utilis
Systematik
Der Gattungsname Betula wurde 1753 von Carl von Linné in Species Plantarum, 2, S 982f erstveröffentlicht Eingescannt bei biodiversitylibrary org 1929 wurde als Lectotypus Betula alba L festgelegt Eintrag bei Tropicos Die Gattung Betula gehört zur Unterfamilie der Betuloideae innerhalb der Familie der Betulaceae Eintrag bei GRIN Es gibt etwa 35 bis 60 bis 100 Arten in der Gattung Birken Betula : Kew-Checklist
Rote China-Birke Betula albosinensis Burkill
Gelb-Birke Betula alleghaniensis Britton, Synonym: Betula lutea auct
Betula alnoides Buch -Ham ex D Don
Betula apoiensis Nakai
Betula ×aurata Borkh = B pendula × B pubescens, Synonym: Betula ×atrata Domin, Betula ×obscura Kotula
Betula austrosichotensis V N Vassil & V I Baranov
Betula baschkirica Tzvelev
Betula bomiensis P C Li
Blau-Birke Betula ×caerulea Blanch = B papyrifera var cordifolia × B populifolia
Betula calcicola W W Sm P C Li: Die Heimat ist China
Betula ceratoptera G H Liu & Y C Ma
Betula chichibuensis H Hara
China-Birke, auch Chinesische Birke Betula chinensis Maxim, Synonym: Betula fargesii Franch : Die Heimat ist China
Betula chitralica Browicz
Betula coriaceifolia V N Vassil
Haselnussblättrige Birke Betula corylifolia Regel & Maxim
Koreanische Birke Betula costata Trautv
Betula cylindrostachya Lindl ex Wall
Betula dahurica Pall : Die Heimat ist China
Betula delavayi Franch
Betula divaricata Ledeb Syn : Betula middendorffii Trautv & C A Mey
Betula dolicholepis Ovcz, Czukav & Shibkova
Ermans Birke, auch Gold-Birke, Kamtschatka-Birke Betula ermanii Cham, Synonym: Betula ganjuensis Koidz, Betula paraermanii V N Vassil, Betula shikokiana Nakai : Die Heimat ist China
Betula falcata V N Vassil
Betula ferganensis V N Vassil
Betula forrestii W W Sm Hand -Mazz
Strauch-Birke Betula fruticosa Pall, Synonym: Betula fusca Pall ex Georgi : Die Heimat ist China, Korea, die Mongolei und Sibirien
Betula fujianensis J Zeng, Jian H Li & Z D Chen
Drüsige Birke Betula glandulosa Michx
Betula globispica Shirai
Betula gmelinii Bunge: Die Heimat ist China
Zierkirschen-Birke Betula grossa Sieb & Zucc, Synonym: Betula ulmifolia Sieb & Zucc
Betula halophila Ching: Die Heimat ist China
Betula heptopotamica V N Vassil
Betula honanensis S Y Wang & C L Chang
Niedrige Birke, auch Strauch-Birke Betula humilis Schrank Syn : Betula fruticans Pall, orth var : Die Heimat reicht von Mitteleuropa über Kasachstan, Sibirien, die nördliche Mongolei bis China
Betula insignis Franch
Betula jarmolenkoana Golosk
Betula jiaodongensis S B Liang
Betula jiulungensis P C Li ex Q Lin: Die Heimat ist China
Betula karagandensis V N Vassil
Betula kenaica W H Evans
Betula kirghisorum Sav -Rycz
Betula klokovii Zaver
Betula korshinskyi Litv
Betula ×koehnei C K Schneid = Betula papyrifera × B pendula
Betula kotulae Zaver
Betula kunarensis Browicz
Betula lanata Regel Vassilcz
Zucker-Birke Betula lenta L
Betula litwinowii Doluch
Betula luminifera H J P Winkl : Die Heimat ist China
Betula margusarica V N Vassil
Lindenblättrige Birke, auch Bronze-Birke, Kaiser-Birke Betula maximowicziana Regel
Kaukasische Birke Betula medwediewii Regel
Betula megrelica Sosn
Betula michauxii Spach
Betula microphylla Bunge
Betula minor Tuck Fernald
Betula murrayana B V Barnes & Dancik
Zwerg-Birke, auch Polar-Birke Betula nana L, Synonym: Betula exilis Sukaczev : Sie kommt auch in Mitteleuropa vor
Betula neoalaskana Sarg Syn : Betula resinifera Britton
Schwarz-Birke, auch Fluss-Birke Betula nigra L
Wasser-Birke Betula occidentalis Hook, Synonym: Betula fontinalis Sarg
Betula ovalifolia Rupr Syn : Betula extremiorientalis Kuzen & V N Vassil, Betula paishanensis Nakai, Betula tatewakiana M Ohki & S Watan : Die Heimat ist China, Korea, Russland und Japan
Betula ovczinnikovii V N Vassil
Betula pamirica Litv
Papier-Birke, auch Kanu-Birke oder Amerikanische Weiß-Birke Betula papyrifera Marshall, Synonym: Betula excelsa Aiton, Betula lyalliana Koehne, nom nud
Betula paramushirensis Barkalov
Hänge-Birke, auch Gemeine Birke, Sand-, Trauer-, Warzen- oder Weiß-Birke Betula pendula Roth, Synonym: Betula verrucosa Ehrh, Betula tristis Wormsk ex Link, Betula aetnensis Raf ex J Presl & C Presl : Sie kommt auch in Mitteleuropa vor
Betula platyphylla Sukaczev Syn : Betula japonica Sieb ex H J P Winkl, nom nud, Betula mandshurica Regel Nakai, Betula szechuanica C K Schneid C -A Jansson
Grau-Birke, auch Pappelblättrige Birke Betula populifolia Marshall
Betula potamophila V N Vassil
Betula potaninii Batalin
Betula procurva Litv
Betula psammophila V N Vassil
Moor-Birke, Krummästige-Birke Betula pubescens Ehrh, Synonym: Betula alba L, Betula czerepanovii N I Orlova, Betula tortuosa Ledeb : Sie kommt auch in Mitteleuropa vor
Amerikanische Strauch-Birke Betula pumila L
Betula ×purpusii C K Schneid = B glandulifera × B lutea
Betula pyrolifolia V N Vassil
Kaukasische Strauch-Birke Betula raddeana Trautv
Betula ×raymundii Lepage = B populifolia × B pumila var glandulifera
Betula regeliana V N Vassil
Betula rockii Rehder C -A Jansson
Betula saksarensis Polozhij & A T Malzeva
Betula ×sandbergii Britton = B glandulifera × B papyrifera
Betula saposhnikovii Sukaczev
Betula saviczii V N Vassil
Eisen-Birke Betula schmidtii Regel: Die Heimat ist China
Betula seravschanica V N Vassil
Betula schugnanica B Fedtsch Litv
Betula sunanensis Y J Zhang
Sichuan-Birke Betula szechuanica C K Schneid C -A Jansson
Betula tadzhikistanica V N Vassil
Betula tianschanica Rupr
Betula turkestanica Litv
Betula tuturinii V N Vassil
Betula uber Ashe Fernald
Himalaja-Birke Betula utilis D Don, Synonym: Betula jacquemontii Spach
Betula wuyiensis J B Xiao: Die Heimat ist China
Betula zinserlingii V N Vassil
Birken im Brauchtum und Volksglauben
links upright=0 75 Birken in der Kunst, ein Beispiel von Gustav Klimt Das Wort Birke ist auf einen Begriff im Indogermanischen zurückzuführen *bherHg̑o und bedeutet in Anspielung auf die helle Rinde soviel wie „glänzend, schimmernd“ Im germanischen und im slawischen Volksglauben spielte die Birke eine große Rolle Sie war der Göttin Freya geweiht Aus dieser Zeit stammt auch der Brauch, einen Maibaum aus dem Wald zu holen, um ihn auf dem Dorfplatz aufzustellen Es wurde damit der erwachende Frühling in das Dorf geholt Noch heute lebt der gleiche Brauch in Gestalt des Maibaumes fort Junggesellen „stecken“ ihrer Liebsten einen mehr oder minder großen ‚Mai‘, d h sie schmücken einen Baum in der Regel eine Birke oder wenigstens einen Birkenzweig/-ast und befestigen ihn am Haus oder Fenster der Auserwählten Geschmückt wird dieser Baum mit Bändern aus buntem Krepp- oder Seidenpapier In dem Lied „Der Winter ist vergangen, ich seh des Maien Schein“ ist davon die Rede Hervorzuheben ist auch die mythologische Bedeutung der Birke als „Baum des Schutzes“ Im überlieferten Volksglauben wurden Birken insbesondere im ländlichen Raum als Straßenmarkierungen zum Unfallschutz an verkehrsfrequentierten unbeleuchteten Alleenstraßen und uneinsichtige Reisewege gepflanzt, da sie durch ihre helle Rinde bei Dunkelheit gut erkennbar sind In den indianischen Völkerweisheiten symbolisieren Bäume von jeher lebendige Wesen der Weisheit, deren Sprache man sich erschließen kann, Schamanismus In der Volksfrömmigkeit der katholischen Kirche, die auch mythologisches Wissen beinhaltet, wird zu Fronleichnam regional die Birke verwendet, wenn unzählige junge Exemplare in katholischen Ortschaften die Straßen säumen, durch die die Prozessionen führen Die Birke ist das Wahrzeichen Estlands In Russland, Finnland und Polen gilt der Baum als nationales Symbol, vergleichbar mit der „deutschen Eiche“ Dem Volksglauben nach sollten Birken den Blitz anziehen Aus diesem Grund duldete man früher Birken nur selten in der Nähe von bäuerlichen Anwesen Unter einer einzeln stehenden Birke soll einer alten Sage nach die letzte Weltenschlacht stattfinden Diese beiden unerfreulichen Blickpunkte sind jedoch eine Ausnahme Überwiegend wird die Birke mit Erfreulichem in Verbindung gebracht Sogar galt seit altersher die Birke als heiliger Baum, der für die Fruchtbarkeitsfeste im Frühling die jungfräuliche Göttin symbolisierte In vielen Gegenden wurde die Birke auch als Symbol der Jugend und des Frühlings verehrt
Quellen
upright=0 75 Blatt von Betula leopoldae, 48,5 Millionen Jahre alt aus der Klondike Mountain Formation in Ferry County, Washington, USA
John J Furlow: Betulaceae In:, Betula – online Abschnitt Beschreibung und

( Textquelle: Wikipedia)

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