Archiveeinträge für Pflanzen-Gattungen: Stachelnüsschen

Neuseeland Stachelnüsschen Blüte rötlich Acaena microphylla

Beschreibung von Stachelnüsschen

Die Stachelnüsschen Acaena sind eine Pflanzengattung aus der Unterfamilie Rosoideae innerhalb der Familie der Rosengewächse Rosaceae. Die Gattung umfasst zwischen 55 und 60 Arten, die überwiegend auf der Südhalbkugel verbreitet sind.

Beschreibung
Vegetative Merkmale
Acaena-Arten sind meist immergrüne, ausdauernde krautige Pflanzen oder selten Halbsträucher und erreichen Wuchshöhen von 0,2 bis 0,6 Meter. Die in grundständigen Rosetten oder wechselständig am Stängel verteilt angeordneten Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Die Blattspreite ist 4–15 cm lang und unpaarig gefiedert. Die 7–25 Fiederblättchen sind oft gelappt bis gezähnt und das Endfiederblättchen ist meist am größten. Die Blätter sind behaart. Die zwei Nebenblätter sind untereinander frei aber mit dem Blattstiel verwachsen.

Generative Merkmale
Die unscheinbaren, ungestielten Blüten bilden einen meist dichten, kugelförmigen Blütenstand mit einem Durchmesser von 1–2 cm mit Hochblättern. Die kleinen, zwittrigen Blüten sind radiärsymmetrisch und vier- oder fünfzählig. Meist sind vier Kelchblätter vorhanden. Die Blüten enthalten keine Kronblätter Petalen. Es sind zwei bis zehn Staubblätter vorhanden. Die Fruchtblätter sind frei. Die Fruchtstände sind meist auffällig, köpfchenförmig und oft stachelborstig. Dadurch können sich die Samen vieler Arten klettenartig in Fellen oder Gefieder festheften, und so über weite Strecken verbreitet werden. Pollen werden durch den Wind übertragen.

Verbreitung
Acaena-Arten sind vorwiegend auf der Südhalbkugel beheimatet, insbesondere in Südamerika, Neuseeland und Australien. Einige Arten kommen jedoch auch auf der Nordhalbkugel vor, wie etwa die auf Hawaii endemische Art A.exigua oder A.pinnatifida, die sowohl in Kalifornien als auch im südlichen Südamerika wächst.

Ökologische Problemarten
Einige Arten wurden, oft durch an Schafwolle angeheftete Samen, in Gebiete außerhalb ihrer Heimat verschleppt, und etablierten sich dort als Neophyten teils aggressiven Charakters. A.novae zelandiae auf Neuseeland als „Bidibib“ oder „Biddy-biddy“ bezeichnet; abgeleitet vom Maori-Namen „Piripiri“ hat sich in Großbritannien stark ausgebreitet und ist dort inzwischen häufig in Küstendünen zu finden, wo es die einheimische Vegetation verdrängt, und sich überdies mit seinen stacheligen Früchten unangenehm an den Füßen der Badegäste bemerkbar macht. Für ähnliche Probleme sorgt in Kalifornien A.pallida ursprünglich aus Neuseeland.

Taxonomie
Die Erstbeschreibung der Gattung Acaena wurde 1771 durch Carl von Linné veröffentlicht. Die einzige dabei behandelte Art und damit die Typusart ist A.elongata L.. Die Beschreibung basierte auf einem Manuskript des spanischen Botanikers José Mutis. Linné gab Mexiko als Herkunftsland des zugrunde liegenden Aufsammlungsmaterials an, tatsächlich stammte dieses aber aus Kolumbien.

Nutzung
Wegen ihrer teilweise dekorativen, bunten Fruchtstände und ihrer Eignung als raschwüchsige Bodendecker werden einige Arten kultiviert. Sie sind in Mitteleuropa allerdings nur teilweise winterhart.

( Textquelle: Wikipedia)

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