Gemeine Schwalbenwurz Blüte weiß Vincetoxicum hirundinaria 

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(Textquelle Wikipedia)

Die Schwalbenwurz Vincetoxicum hirundinaria ist eine Pflanzenart der Gattung Schwalbenwurzen Vincetoxicum und gehört zur Familie der Hundsgiftgewächse Apocynaceae .Sie ist der einzige heimische Vertreter der Seidenpflanzengewächse Asclepiadoideae, einer artenreichen Unterfamilie, die vor allem in den Tropen verbreitet ist.

Beschreibung
Die mehrjährige krautige Pflanze erreicht Wuchshöhen zwischen 30 und 100 Zentimetern. Die gegenständig angeordneten Laubblätter sind länglich und an der Basis herzförmig. Sie sind glattrandig und von oberseits dunkel bläulichgrüner Farbe, unterseits auffällig heller.
Die Blüten stehen in kleinen Trauben in den Blattachseln. Die Krone wird etwa fünf bis sieben Millimeter breit, ist gelblichweiß und radförmig. Die Blütezeit dauert von Mai bis August.
Chromosomenzahl 2n=22.

Ökologie
Die Schwalbenwurz ist ein Hemikryptophyt Schaftpflanze oder eine Klimmstaude. Ihr kriechendes Rhizom ist knotig. Die Pflanze ist mit gegliederten Milchröhren ausgestattet. Sie ist ein Tief- und Intensivwurzler.
Die Blüten sind „Klemmfallenblumen“ deren Pollen als Pakete übertragen wird. Die Staubblattanhängsel sind zu einem 5-spaltigen Kranz verwachsen. Die Staubfachinhalte Pollinien je zweier benachbarter Staubbeutel sind durch einen Faden Translator verbunden, an dessen Mitte der Klemmkörper sitzt. Abwechselnd mit den Staubbeuteln sitzen die 5 Nektarien, die die Staubbeutel umschließen. Treten Besucher „daneben“, verhaken sie sich mit den „Füßen“ im Klemmkörper und müssen, wenn sie die Blüte wieder verlassen wollen, die „Füße“ samt Pollinium herausziehen. Größeren Fliegen z.B. Schmeißfliegen gelingt dies, während kleinere Mücken im Klemmkörper der Blüten hängen bleiben und dort sterben. Die Blüten riechen durch Amine fischartig, wodurch hauptsächlich Fliegen angelockt werden. Blütezeit von Mai bis August.
Von den beiden Fruchtblättern entwickelt sich nur eines zu einer bis zu 7 cm langen, balgähnlichen Frucht, die sich aber entlang der Rückennaht öffnet, um zahlreiche Samen einzeln zu entlassen. Die eiförmigen, flachen, bis 7 mm langen und 7-8 mg schweren Samen besitzen einen auffälligen, bis 18 mm langen Haarschopf, mit dessen Hilfe sie sich als Schirmchenflieger ausbreiten; ihre Fallgeschwindigkeit beträgt 60 cm/s. Daneben erfolgt eine Ausbreitung als Wasserhafter. Oft befinden sich mehrere Embryonen in einem Samen; es liegt also Polyembryonie vor. Fruchtreife ist von August bis Oktober; die Früchte sind Wintersteher. Vegetative Vermehrung erfolgt durch Ausläufer.

Vorkommen
Die kalkliebende Pflanze ist in Europa weit verbreitet; in Deutschland zerstreut, in Österreich häufig in allen Bundesländern vertreten. Als Standort werden trocken-warme, lichte Wälder und steinige Trockenrasen bevorzugt …

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