Silbergras Corynephorus canescens 

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Das Silbergras Corynephorus canescens ist eine Pflanzenart aus der Gattung Corynephorus innerhalb der Familie der Süßgräser Poaceae .

Beschreibung

Vegetative Merkmale
Das Silbergras ist eine überwinternd grüne, ausdauernder krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 10 bis 35 Zentimetern. Dieses Gras wächst in dichten Horst. Die aufrechten, etwas abgespreizten Halme sind auffallend dünn, unbehaart, leicht angeraut und verfügen unterhalb der Mitte über zwei bis sieben Knoten.
Die Blattscheiden sind rötlich-purpurfarben, leicht rau und unbehaart. Die silbrig graugrünen Blattspreite sind sehr steif, borstenförmig zusammengerollt, scharf zugespitzt, rau und zirka 6 Zentimeter lang sowie etwa 0,5 Millimeter breit.

Generative Merkmale
Die Blütezeit reicht von Juni bis August, gelegentlich bis in den Oktober. Der fein verzweigte, rispige Blütenstand ist bei einer Länge von 2 bis 8 Zentimetern schmal-länglich und purpurfarben oder bunt gefärbt, zuweilen auch bleichgrün. Der Blütenstand ist nur während der Anthese locker ausgebreitet, sonst zusammengezogen. Die 4 Millimeter langen Ährchen sind zweiblütig, sehr schmal und leicht zusammengedrückt. Die Deckspelzen werden von den Hüllspelzen beinahe vollständig eingeschlossen. Sie sind undeutlich genervt und tragen eine hellbraune schon am Grund freie Granne. Die Granne ist charakteristisch keulenförmig verdickt und trägt etwa in der Mitte einen borstlichen Haarkranz.
Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 14.

Ökologie
Beim Silbergras handelt es sich um einen skleromorphen Hemikryptophyten.
Das Silbergras ist ein Intensivwurzler und kann bis zu 15 Zentimeter in den Boden eindringen. Aufgrund dieser Eigenschaft ist es zur Erstberasung von lockerem Sand geeignet und spielt bei der Festlegung von Wanderdünen eine entscheidende Rolle. Ferner gelangt es so auch bei starker Trockenheit an tiefliegende Wasserreserven. Weitere morphologische Eigenschaften sind besonders für ein Leben an trockene und warme Lebensräume entwickelt. Die Oberflächen der Wurzel sind durch die samtige Behaarung vergrößert. Dieses befähigt die Pflanze dazu, genügend Wasser aufzunehmen. Ferner funktionieren die starren aufrechten Halme der Horste gewissermaßen wie Tau- und Regensammler und leiten Wasser zu den Wurzeln. Schließlich schränken die gerollten Blätter den Wasserverlust durch Verdunstung ein, indem die Spaltöffnungen verborgen liegen. Das Silbergras erträgt im Sommer bis zu 60 °C, stirbt jedoch bei scharfem Frost ab. Das Silbergras wächst extrem langsam und wird nicht einmal von Schafen gefressen, weil sein Nährstoffgehalt so gering ist.

Bei Trockenheit krümmen sich die Deck- und Hüllspelzen ein beziehungsweise sie spreizen sich, bei Feuchtigkeit hingegen strecken sich die hygroskopisch reagierenden Haare und Grannen. Dadurch erfolgt die Selbstausbreitung als Bodenkriecher ...

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Bild: Silbergras Büschel bräunlich Corynephorus canescens

Taxonomie

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