Primel Blüte lila Primula acaulis 

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(Textquelle Wikipedia)

Die Aurikel oder Alpenaurikel Primula auricula ist eine Pflanzenart, die zur Gattung der Primeln Primula gehört. Regional, zum Beispiel in Bayern, wird auch die Gartenprimel als Aurikel bezeichnet.

Beschreibung
Die Aurikel wächst als immergrüne, ausdauernde krautige Pflanze, erreicht eine Wuchshöhe von 5 bis 25 Zentimeter und ist somit die größte alpine Primel-Art.
Die Pflanzenteile der Aurikel sind höchstens wenig mehlig bestäubt. Die in einer grundständigen Rosette angeordneten Laubblätter sind schmal verkehrt-eiförmig bis lanzettlich mit einer Länge von etwa 2 bis 12 Zentimeter. Der Blattrand ist gekerbt oder ganzrandig. Die Oberfläche ist glänzend, trocken graugrün und wie der Rand spärlich mit kurzen, unter 0,2 Millimeter langen Drüsenhaaren bedeckt. Die wasserspeichernden Laubblätter besitzen manchmal einen deutlichen Knorpelrand, sind fleischig, relativ dick und besitzen eine Wachsschicht, die vor Sonneneinstrahlung schützt sowie die Verdunstung einschränkt.
Vier bis zwölf Blüten stehen in einem doldigen Blütenstand zusammen. Die schwach bis stark duftenden, zwittrigen Blüten besitzen einen Durchmesser von 15 bis 25 Millimeter und sind radiärsymmetrisch, fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die Kelchblätter sind glockenförmig verwachsen. Der Kelch ist knapp halb so lang wie die Kronröhre. Die hellgelben Kronblätter sind zu einer Kronröhre verwachsen, die in fünf ausgebreiteten Kronzipfeln endet. Die Früchte sind kugelige Kapseln mit braunschwarzen, bis 1,5 mm langen Samen.
Die Blütezeit reicht von April bis Juni, die Fruchtreife von September bis Oktober.

Ökologie
Die Aurikel ist ein ausdauernder Hemikryptophyt und eine Rosettenpflanze mit kräftigem Rhizom. Die immergrünen, sukkulenten Blätter dienen im Winter als Stärkespeicher. Die Pflanze ist ein Tiefwurzler.
Die Blüten sind homogame „Stieltellerblumen mit eingeschlossenen Staubbeuteln und Narben“. Bestäuber der wohlriechenden Blüten sind meist Hummeln, seltener Schmetterlinge. Langgriffelige Blüten, bei denen beim Abfallen der Blütenkrone Selbstbestäubung möglich sein soll, blühen vor den kurzgriffeligen.
Die Früchte verbreiten die Samen als Windstreuer und Regenschwemmlinge, auch Menschenausbreitung als Gartenpflanze kommt vor. Die Samen sind Licht- und Kältekeimer.
Vegetative Vermehrung erfolgt durch das Rhizom.

Vorkommen
Das Verbreitungsgebiet der Aurikel umfasst die westlichen Nördlichen Kalkalpen einschließlich Jura, Schwarzwald und einiger Reliktstandorte im bayerischen Alpenvorland nördlich bis zur Donauenge bei Weltenburg sowie das Tatra-Gebirge. Sie kommt im östlichen Frankreich, in der Schweiz, in Liechtenstein, im südlichen Deutschland, im westlichen Österreich Vorarlberg, Tirol, im südwestlichen Polen und in der Slowakei vor.
Die Aurikel ist von ...

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